Asetek-Pedale können sich „professionell“ oder „nervig“ anfühlen – je nachdem, wie sie montiert und abgestützt sind. Bei den meisten Beschwerden über Pedale geht es nicht um die Load Cell, sondern um die Sitzhaltung, die Fersenauflage und die Steifigkeit der Pedalplattform.
Du bist dir nicht sicher, welches Pedalset du wählen sollst? Beginne mit unserem Vergleich der Asetek-Pedale.
Dieser Leitfaden bietet einen praktischen Ablauf für Montage und Einrichtung, der sowohl für die Asetek La Prima Pedale als auch für die Asetek Forte S-Serie Pedale geeignet ist.
Schritt 1: Das Cockpit beim Bremsen stabilisieren
Bevor du die Softwareeinstellungen änderst, gehe diese praktische Checkliste durch:
- Der Sitz bewegt sich nicht: eine solide Sitzhalterung und eine stabile Sitzposition.
- Die Fersenauflage ist fixiert: Deine Ferse darf nicht auf dem Teppich verrutschen.
- Die Pedalplattform gibt nicht nach: Wenn sie sich durchbiegt, wird dein „Bremsdruck“ ungleichmäßig.
Deshalb eignen sich Profil-Rigs hervorragend für Load-Cell-Pedale. Eine solide Basis bietet das SIMGASM Club Rig. Wenn du mehr Einstellmöglichkeiten, eine sauberere Kabelführung und mehr Platz für Upgrades möchtest, wähle das SIMGASM Sport Rig (oder das SIMGASM Pro Rig für maximale Steifigkeit).
Schritt 2: Fersenstütze und Pedalwinkel einstellen
Eine Fersenauflage ist das einfachste Upgrade für „kostenlose Rundenzeit“. Mit einer stabilen Stütze kannst du den Druck dosieren, ohne dass dein Bein zittert.
- Ergänze die SIMGASM Fersenstütze als einfachen, stabilen Abstützpunkt.
- Wenn du eine größere Auflagefläche möchtest, verwende die SIMGASM Fersenplatte.
Stelle jetzt den Pedalwinkel ein. Ein guter Ausgangspunkt:
- GT-Sitzposition: moderater Pedalwinkel, leicht angewinkelte Knie und eine bequeme Knöchelposition.
- Formel-Sitzposition: höher liegende Beine, stärker geneigter Sitz und eine im Verhältnis zu deinen Füßen „vertikalere“ Pedalfläche.
Übernimm nicht einfach den Winkel einer anderen Person. Die Beweglichkeit deiner Knöchel und die Sitzhöhe beeinflussen, was sich für dich richtig anfühlt.
Schritt 3: Pedalweg oder Steifigkeit wählen – ohne zu viel darüber nachzudenken
Konstantes Bremsen beruht auf reproduzierbarem Druck. Du möchtest:
- ein kräftiges initiales Ansprechen (schnell auf 70–80 %),
- ein kontrollierbares Lösen der Bremse (Trail Braking),
- kein „Kniezittern“ und keine Krämpfe nach 20 Minuten.
Wenn sich die Bremse zu steif anfühlt und dein Bein zu zittern beginnt, erhöhe den Pedalweg etwas (oder passe deine Sitzposition so an, dass du dein Bein und nicht nur den Knöchel einsetzen kannst). Fühlt sie sich zu lang und unpräzise an, reduziere den Pedalweg schrittweise.
Weitere Informationen zum allgemeinen Elastomer-Konzept, das für Asetek besonders relevant ist, findest du hier: Abstimmung des Bremspedal-Elastomers (Pedalweg und Steifigkeit).
Schritt 4: Kalibrierungstipps, die wirklich helfen
- Kalibriere auf dein tatsächliches Maximum: Stelle die Maximalkraft nicht auf einen „theoretischen“ Wert ein, den du in einem Rennen nie erreichen wirst.
- Konstanz ist wichtiger als Kraft: Es ist besser, konstant 90 % zu erreichen als gelegentlich 100 %.
- Nach Änderungen der Sitzposition erneut prüfen: Wenn du deinen Sitz oder deine Pedale verstellst, kalibriere sie erneut.
Empfohlener pedalfreundlicher SIMGASM Aufbau
- Rig: SIMGASM Sport Rig (einstellbar und steif) oder SIMGASM Club Rig (starkes Preis-Leistungs-Verhältnis)
- Sitz: Core Sitz mit verstellbarer Rückenlehne für hohen Komfort oder Atlas GT Sitz/Atlas Formula Sitz für eine stärker fixierte Rennposition
- Fersenauflage: SIMGASM Fersenstütze