Das ActivePedal von Simucube verändert die Bedeutung von „Pedalgefühl“. Statt sich auf ein einziges mechanisches Gefühl festzulegen, kann ein aktives Pedal durch die elektronische Steuerung von Kraft und Pedalweg zahlreiche Pedalcharakteristiken nachbilden.
Dies ist kein Upgrade für Einsteiger. Es ist ein Werkzeug für mehr Leistung und Realismus, das sich an Fahrer richtet, die bereits über ein stabiles Cockpit verfügen und die Konstanz beim Bremsen, das Gefühl beim Trail Braking und ihr Muskelgedächtnis fein abstimmen möchten.
Was aktive Pedale in der Praxis beim Fahren verändern
- Wiederholbarkeit: Sie können in jeder Session dieselbe Kraftkurve reproduzieren.
- Anpassungsfähigkeit: GT-, Formel- oder Prototypen-Gefühl, ohne die Hardware umbauen zu müssen.
- Training: Durch die Reduzierung von Variablen können Sie eine konstante Technik entwickeln.
Was aktive Pedale von Ihrem Cockpit erfordern
Aktive Pedale können hohe Kräfte erzeugen und benötigen eine verwindungssteife Montageplattform. Wenn sich die Pedalbasis durchbiegt, wird Ihr Bremsen inkonsistent und Sie müssen sich ständig an einen veränderlichen Bezugspunkt anpassen.
Unverzichtbare Voraussetzungen
- Ein verwindungssteifes Cockpit aus Aluminiumprofilen (keine Bewegung der Pedalplatte bei voller Kraft)
- Stabile Sitzmontage, damit Ihre Hüfte beim Bremsen nicht verrutscht
- Saubere Kabelführung für Strom- und Datenkabel, damit bei Anpassungen nichts unter Zug gerät
Grundlagen der Montage und Hinweise zu Befestigungselementen
Die Montage des ActivePedal erfolgt üblicherweise durch Festklemmen mit mehreren Schrauben. Verwenden Sie nach Möglichkeit alle Befestigungspunkte, damit das Pedal unter Belastung nicht wackeln kann. Wenn das Pedal mit 4–6 Schrauben befestigt wird, sollten 4 als Mindestanzahl und 6 als ideal gelten.
Tipp: Verwenden Sie Unterlegscheiben und ziehen Sie die Schrauben gleichmäßig an. Eine leicht ungleichmäßige Klemmung kann winzige Bewegungen verursachen, die beim Trail Braking zu einer scheinbar unerklärlichen Inkonsistenz führen.
So wählen Sie Profile für das Pedalgefühl aus
Profil 1: GT-Langstrecke
- Stabile Kraftkurve, etwas längerer Pedalweg
- Geringere Spitzenkraft zur Vermeidung von Ermüdung
Profil 2: Formel-Sprint
- Kürzerer Pedalweg, steilerer Kraftanstieg
- Höhere Spitzenkraft, wenn Sie diesen Stil bevorzugen
Profil 3: Regen / wenig Grip
- Progressiverer Kraftanstieg für eine einfachere Dosierung
- Geringere Spitzenkraft, um blockierende Räder zu vermeiden
Wo SIMGASM ins Spiel kommt (ohne zu übertreiben)
Aktive Pedale sind nur so gut wie die Plattform, auf der sie montiert sind. In einem modularen Aluminium-Cockpit können Sie Pedale, Sitz und Lenkrad genau dort positionieren, wo es für Ihren Körper optimal ist, und anschließend alles sicher fixieren.
- Für Motion-Systeme und hohe Kräfte geeignet: SIMGASM Pro (C160)
- Für die meisten Fahrer: SIMGASM Sport (C120)
- Sitzstabilität: Atlas GT Sitz oder Core Recline Sitz
- Rig-Workflow: PC-Ablage für Profiländerungen und Feinabstimmung
Stimme die Pedalgeometrie ab, bevor du das Pedalgefühl per Software optimierst
Aktive Pedale können viele Kennlinien simulieren, doch dein Körper benötigt weiterhin die richtige Geometrie:
- Sitzposition: stabile Hüfte, gestützter unterer Rücken und kein Verrutschen beim Bremsen.
- Pedalabstand: kraftvolles Bremsen, ohne das Knie durchzustrecken.
- Pedalwinkel: ausreichend Bewegungsfreiheit im Fußgelenk für eine präzise Dosierung, aber nicht so steil, dass es zu Krämpfen kommt.
Hier spielen Rigs aus Aluminiumprofilen ihre Stärken aus. Du kannst den Pedalbereich in kleinen Schritten verschieben, den Winkel ändern und alles rechtwinklig ausrichten.
Häufige Fehler bei High-End-Pedalen
| Fehler | Welche Folgen es hat | Besserer Ansatz |
|---|---|---|
| Befestigung mit nur der Mindestanzahl an Schrauben | Wackeln und ein inkonsistentes Gefühl am Druckpunkt | Nutze alle verfügbaren Befestigungspunkte und überprüfe das Anzugsdrehmoment erneut |
| Sitz zu weit hinten | Zu viel Einsatz der Fußgelenke, zu wenig Einsatz der Beine | Rücke näher heran und nutze für maximale Bremskraft die Kraft deiner Beine |
| Das Streben nach einer „realistischen“ Spitzenkraft | Ermüdung, spätes Bremsen, blockierende Räder | Wähle eine Kraft, die du über ein ganzes Rennen hinweg wiederholen kannst |
Eine einfache Testsession zur Überprüfung deines Setups
- Fahre 10 Bremszonen mit 80 % Renntempo und konzentriere dich auf ein gleichmäßiges Lösen der Bremse.
- Fahre anschließend 10 Bremszonen im Renntempo und vergleiche deine Konstanz.
- Wenn deine Konstanz nachlässt, optimiere zuerst die Ergonomie und passe dann das Pedalprofil an.
Weiterlesen
- Setup-Leitfaden für Load-Cell-Pedale: Bremskalibrierung, Kraft und Pedalgefühl
- Abstimmung der Bremspedal-Elastomere: Pedalweg, Steifigkeit und Konstanz für schnellere Runden
- Trail Braking erklärt: Technik, Pedal-Setup und Übungen
- Leitfaden für ein motionfähiges Sim-Rig: Was du vor dem Kauf von Aktuatoren planen solltest
- SIMGASM Rig-Setup für große Fahrer: Sitzposition, Pedalabstand und Monitorhöhe