Taktiles Feedback gehört im Sim Racing zu den Upgrades mit dem besten Verhältnis von Immersion zu Kosten. Das Problem: Viele richten es einmal ein, aktivieren alles und erhalten am Ende ein ständiges Rumpeln, das nützliche Details überdeckt.
Dieser Leitfaden hilft dir, mit SimHub ein klar differenziertes taktiles Setup zu erstellen: mit eindeutigen Effekten, sinnvollen Frequenzbereichen und durchdachten Montagestrategien. Nutze ihn als Ausgangspunkt und stimme das Setup anschließend nach deinem Geschmack ab.
Beginne mit dem Grundsatz: Taktiles Feedback sollte informativ sein
Deine Shaker sollten dir etwas mitteilen:
- Verlieren die Reifen die Haftung?
- Hat das ABS ausgelöst?
- Bist du über einen Kerb gefahren?
- Läuft der Motor mit hoher Drehzahl?
Wenn jeder Effekt ständig aktiv ist, sticht nichts hervor.
Wo Shaker montiert werden sollten (und wie sich die einzelnen Positionen anfühlen)
Sitz/Sitzschienen
Am besten geeignet für: Motordrehzahl, Schläge beim Gangwechsel und Schlupf an der Hinterachse. Du spürst das Feedback „im ganzen Körper“.
Pedalbereich
Am besten geeignet für: ABS, Signale beim Blockieren der Vorderräder und Kerbs über die Vorderachse.
Chassisecken (Setups mit vier Ecken)
Am besten geeignet für: Links-/Rechts-Signale, Kerbs pro Rad und Fahrbahnstruktur. Diese Variante liefert die meisten „Informationen“, ist aber auch am komplexesten.
Hinweis zum Rig: Taktiles Feedback funktioniert am besten an einem steifen Cockpit. Flex absorbiert Vibrationen und lässt Details verschwimmen. Die Ausführungen Sport und Pro sind ideal, da sie für hohe Belastungen und eine saubere Kabelführung ausgelegt sind. Dadurch bleibt ein taktiles System wartungsfreundlich.
Frequenzbereiche, die oft gut funktionieren (Ausgangswerte)
Jeder Körperschallwandler verhält sich anders, aber diese Bereiche bieten eine gute Ausgangsbasis:
| Effekt | Empfohlener Frequenzbereich | Warum |
|---|---|---|
| Motordrehzahl | 20–55 Hz | Niederfrequentes Rumpeln fühlt sich natürlich und nicht „surrend“ an. |
| Schlag beim Gangwechsel | 60–100 Hz | Ein kurzer, kräftiger Impuls, der deutlich hervorsticht. |
| Kerbs | 45–90 Hz | Kerbs sollten sich strukturiert anfühlen, nicht wie ein Subwoofer. |
| ABS | 30–60 Hz | Schnelles Pulsieren, das du im Bereich des Bremsfußes spürst. |
| Radschlupf | 35–75 Hz | Hilft dir, Traktionsverlust frühzeitig zu erkennen. |
Ein Arbeitsablauf, der verhindert, dass „alles vibriert“
- Aktiviere nur einen Effekt (Motor oder Kerbs) und stimme ihn ab, bis er sich richtig anfühlt.
- Stelle einen Hochpass/Tiefpass ein, damit die Effekte in ihrem Frequenzbereich bleiben.
- Stimmen Sie die Verstärkungspegel aufeinander ab, damit ein Effekt nicht alles andere überlagert.
- Fügen Sie einen neuen Effekt hinzu und wiederholen Sie den Vorgang.
Gain-Staging und Clipping
Genau wie Force Feedback kann auch taktiles Feedback „clippen“. Wenn beim Überfahren von Curbs alles gleich intensiv wirkt, reduzieren Sie die Verstärkung in SimHub und/oder an Ihrem Verstärker, damit das System genügend Headroom hat.
Saubere Verkabelung für Setups mit taktilem Feedback
Taktiles Feedback erfordert viele zusätzliche Kabel. Ein sauberer Aufbau dient nicht nur der Ästhetik, sondern verhindert auch sporadisch auftretende Probleme.
- Kabelreserven in der Nähe der Verstärker vorsehen
- Zugentlastung an jedem Anschluss
- Signalkabel möglichst getrennt von Stromkabeln verlegen
Empfohlene SIMGASM Ausstattung
Alle SIMGASM Simulatoren bieten breite Kompatibilität und eine saubere, langlebige Oberfläche. Wenn Sie für dieses Thema eine kurze Auswahlliste möchten, mit der Sie gleich beim ersten Mal das Richtige kaufen, beginnen Sie hier:
Simulator
- Sport Simulator: bereit für Motion-Systeme und taktiles Feedback, mit internen Durchführungen für eine saubere Kabelführung
- Pro Simulator: maximale Steifigkeit für Setups mit mehreren Körperschallwandlern und ein späteres Motion-System
- Club Simulator: idealer Ausgangspunkt für ein einfaches Setup mit 1–2 Shakern
Sitz
- Atlas GT Sitz: stabile Montagefläche und fester Sitz für klare taktile Signale
- Core Liegesitz: eine auf Komfort ausgelegte Option für längere Sessions mit taktilem Feedback
Monitorlösung
- Freistehender Apex Triple-Monitorständer: hält die Monitore von den Vibrationen des Rigs entkoppelt
- Integrierter Core Triple-Monitorständer: eine aufgeräumte Lösung, wenn Sie die Intensität des taktilen Feedbacks moderat halten
Nützliches Zubehör
Tipp: Wenn Sie nicht sicher sind, welche Produktstufe zu Ihrer Hardware passt, beginnen Sie mit Club, das „mit fast allem funktioniert“, und wechseln Sie zu Sport oder Pro, wenn Sie ein Motion-System oder ein sehr hohes Drehmoment planen oder maximale Einstellbarkeit mit sauberer Kabelführung wünschen.