Telemetrie kann überwältigend wirken, weil sich alles messen lässt. Das Geheimnis besteht darin, die wenigen Dinge zu messen, die die Rundenzeit tatsächlich erklären.
Dieser Leitfaden bietet dir einen einsteigerfreundlichen Telemetrie-Workflow, der in jeder Simulation funktioniert – unabhängig davon, ob du integrierte Tools oder externe Software verwendest. Das Ziel ist nicht, Ingenieur zu werden, sondern konstant und zuverlässig schnell zu fahren.
Die 5 wichtigsten Telemetriekanäle
- Geschwindigkeitsverlauf (wo du langsam bist)
- Bremsdruck (wie du ihn aufbaust und löst)
- Gas (wie früh du dich festlegst)
- Lenkwinkel (wie stark du die Reifen über die Strecke schiebst)
- Rundenzeitdelta (wo du Zeit gewinnst oder verlierst)
Schritt 1: Analysiere eine Kurve, nicht die gesamte Runde
Wähle die Kurve aus, in der sich dein Delta am stärksten verändert. Konzentriere dich auf diese Kurve, bis du sie verbessert hast, und gehe dann zur nächsten über.
Schritt 2: Vergleiche „Verläufe“, nicht Zahlen
Einsteiger vergleichen häufig den maximalen Bremsdruck oder die Höchstgeschwindigkeit. Vergleiche stattdessen die Form der Verläufe:
- Bremsverlauf: gleichmäßiger Druckaufbau, kontrolliertes Lösen (Trail Braking).
- Gasverlauf: sauberes Beschleunigen im Vergleich zu abrupten „Ein/Aus“-Gasstößen.
- Lenkverlauf: eine saubere Lenkbewegung im Vergleich zu ständigen Korrekturen.
Schritt 3: Verknüpfe die Telemetrie mit einer Fahraktion
Telemetrie hilft nur, wenn sie dir zeigt, was du auf der Strecke tun sollst. Beispiele:
- Wenn du am Kurvenausgang langsamer bist: Versuche, früher Gas zu geben, aber mit einem geringeren Lenkwinkel.
- Wenn du am Kurveneingang zu stark verlangsamst: Bremse später, aber erst dann, wenn du die Bremse gleichmäßig lösen kannst.
- Wenn dein Lenkverlauf unruhig ist, überfährst du das Auto wahrscheinlich. Lies dazu: Hör auf, das Auto zu überfahren: ein Trainingsplan für Einsteiger und schnellere Rundenzeiten.
Hinweis zur Hardware: Telemetrie ist nutzlos, wenn deine Eingaben nicht reproduzierbar sind
Bevor du Verläufe analysierst, solltest du sicherstellen, dass dein Rig dich dabei unterstützt, konstant zu fahren:
- Sitzposition: stabile Hüftposition und gute Erreichbarkeit der Pedale. Das beidseitig arretierbare Sitzschienen-Set ist hilfreich, wenn mehrere Fahrer dasselbe Rig nutzen.
- Bremsstabilität: Eine stabile Pedalplattform ist für reproduzierbare Druckverläufe unerlässlich.
- Steifigkeit des Rigs: Der SIMGASM Club Simulator oder ein höheres Modell verhindert unerklärliche Bewegungen, die deine Konstanz beeinträchtigen.
Empfohlene SIMGASM Ausrüstung für diesen Leitfaden
- Einstiegsmodell: Der SIMGASM Hobby Simulator als solide Grundlage für dein erstes Rig.
- Am vielseitigsten: Der SIMGASM Club Simulator mit einem steiferen 80x40-Profil für nahezu jede Wheelbase und jedes Pedalset.
- Ideal für häufige Anpassungen und Kabelführung: Der SIMGASM Sport Simulator mit integrierter Durchführung für einen aufgeräumten Aufbau.
- Flaggschiff: Der SIMGASM Pro Simulator für maximale Steifigkeit und Einstellbarkeit bei hohem Drehmoment und starken Bremskräften.
- Komfortoption: Der SIMGASM Core Sitz mit verstellbarer Rückenlehne, wenn du keinen festen Schalensitz möchtest.
- Schalensitzoptionen: Der SIMGASM Atlas GT Sitz für eine Sitzposition im GT-Stil oder der SIMGASM Atlas Formula Sitz für eine stärker zurückgelehnte Formula-/Hypercar-Sitzposition.
- Einstellbarkeit: Das beidseitig arretierbare Sitzschienen-Set für schnelle Fahrerwechsel.
- Dreifachmonitor: Der freistehende Apex Dreifachmonitorständer für eine stabile Bildschirmposition oder der integrierte Core Dreifachmonitorständer, wenn du eine integrierte Optik bevorzugst.
- VESA-Ausrichtung: Die VESA-Montagehalterung für eine saubere Montage bei unterschiedlichen VESA-Größen.
Wenn du nicht sicher bist, was zu deiner Hardware passt, hilft dir der SIMGASM Support vor dem Kauf dabei, passende Halterungen, Lochbilder und Upgrade-Möglichkeiten zu finden.
Eine einfache 30-minütige Telemetrie-Trainingseinheit
- Fahre 5 Aufwärmrunden.
- Speichere deine beste fehlerfreie Runde.
- Vergleiche sie mit einer Runde, die sich nicht richtig angefühlt hat.
- Wähle eine Änderung aus (Lösen der Bremse, Zeitpunkt des Gasgebens oder gleichmäßiges Lenken).
- Fahre 10 Runden und konzentriere dich ausschließlich darauf.
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