Rallye-Sim-Racing ist eine ganz eigene Disziplin. Es geht nicht darum, perfekte Linien zu fahren, sondern Lastwechsel, Traktion und schnelle Richtungswechsel auf unberechenbaren Oberflächen zu beherrschen. Bei einem guten Rallye-Setup geht es weniger um maximales Drehmoment als vielmehr um Kontrolle und schnelle, wiederholbare Eingaben.
Dieser Leitfaden behandelt den Lenkraddrehwinkel, die Platzierung der Handbremse, die Anordnung des Schalthebels und den Aufbau eines rallyetauglichen SIMGASM Rigs.
Lenkraddrehwinkel für Rallye: Warum 900° üblich sind
Viele Rallyefahrzeuge haben einen großen Lenkraddrehwinkel. Ein gängiger Ausgangswert sind 900°, damit du ausbrechende Fahrzeuge abfangen und sie auf losem Untergrund präzise platzieren kannst. Einige moderne Rallyefahrzeuge verwenden einen kleineren Drehwinkel. Wenn du dir jedoch unsicher bist, beginne mit 900° und passe den Wert erst an, wenn du konstant fährst.
Weitere Grundlagen zum Lenkraddrehwinkel: Leitfaden zum Lenkwinkel: Lenkraddrehwinkel, Soft Lock und Fahrzeugtypen.
Platzierung der Handbremse: der echte „Rallye-Vorteil“
Beim Rallyefahren ist die Handbremse kein Spielzeug, sondern ein Werkzeug zum Eindrehen und für Haarnadelkurven. Die richtige Platzierung ist entscheidend:
- Höhe: im Sitzen ungefähr auf Ellenbogenhöhe.
- Abstand: nah genug, damit du sie ziehen kannst, ohne dich vorzulehnen.
- Ausrichtung: leicht angewinkelt, damit dein Handgelenk in einer neutralen Position bleibt.
Für eine saubere Montagelösung eignet sich die Halterung für Schalthebel und Handbremse. Eine beliebte Handbremsenoption ist die Moza HBP Handbremse.
Schalthebelanordnung: sequenziell oder H-Schaltung
- Sequenziell: schneller für moderne Rallyefahrzeuge und intuitiver zu bedienen.
- H-Schaltung: großartige Immersion bei älteren Fahrzeugen; langsamer, aber unterhaltsam.
Optionen im SIMGASM Shop: sequenzieller Moza SGP Schalthebel (sequenziell) und Moza HGP Schalthebel (H-Schaltung).
Tipps zur Pedalbelegung und Kalibrierung
- Gaspedalempfindlichkeit: Verwende eine sanfte Kennlinie, wenn du Probleme mit durchdrehenden Rädern hast.
- Bremsgefühl: Ein stabiles Bremsen-Setup hilft dir, das Fahrzeug einzudrehen, ohne dass die Räder durch hektisches Bremsen blockieren.
- Kupplung: Belege sie, wenn du ältere Fahrzeuge fährst; sie hilft beim Anfahren und bei bestimmten Kurventechniken.
Rig-Setup für Rallye: Was ändert sich gegenüber Rundstreckenrennen?
- Eine aufrechtere Sitzposition kann schnelle Lenkbewegungen und das Erreichen der Handbremse erleichtern.
- Eine stabile Sitzposition ist wichtig, weil du kräftiger am Lenkrad ziehst und drückst.
- Eine sichere Kabelführung ist wichtig: Handbremsen und Schalthebel bringen zusätzliche Kabel mit sich, die hängen bleiben können.
Rig-Empfehlung:
- Club: die beste universelle Basis für die meisten Rallye-Hardwarekonfigurationen.
- Sport: ideal, wenn du einen sauberen Aufbau mit interner Kabelführung und vielen Einstellmöglichkeiten möchtest.
Empfohlene SIMGASM Ausrüstung für diesen Leitfaden
- Einstiegsmodell: der SIMGASM Hobby Simulator als solide Basis für dein erstes Rig.
- Am vielseitigsten: der SIMGASM Club Simulator mit einem steiferen 80x40-Profil für nahezu jede Wheelbase-/Pedalkombination.
- Optimal für häufige Anpassungen und Kabelführung: der SIMGASM Sport Simulator mit integrierten Kabeldurchführungen für einen aufgeräumten Aufbau.
- Flaggschiff: der SIMGASM Pro Simulator für maximale Steifigkeit und Einstellbarkeit bei hohem Drehmoment und starken Bremskräften.
- Komfortoption: der SIMGASM Core Recline-Sitz, wenn du keinen starren Schalensitz möchtest.
- Schalensitzoptionen: der SIMGASM Atlas GT Sitz für Fahrpositionen im GT-Stil oder der SIMGASM Atlas Formula Sitz für eine stärker zurückgelehnte Formula-/Hypercar-Position.
- Einstellbarkeit: das beidseitig arretierbare Sitzschienen-Set für schnelle Fahrerwechsel.
- Montage von Handbremse und Schalthebel: die Halterung für Schalthebel und Handbremse für eine stabile Rallye-/Drift-Anordnung.
Wenn du dir nicht sicher bist, was zu deiner Hardware passt, hilft dir der SIMGASM Support vor dem Kauf dabei, passende Halterungen, Lochbilder und Upgrade-Möglichkeiten zu finden.
Kurzer Rallye-Fahrtipp: Wenn Hardware auf Technik trifft
Wenn deine Korrekturen ständig „zu spät“ kommen, verwendest du möglicherweise zu viel Dämpfung oder einen zu kleinen Lenkraddrehwinkel. Wenn du ständig überkorrigierst, fährst du möglicherweise zu aggressiv. Probiere einen sanfteren Lenkstil aus und lies: Nicht mehr überfahren: ein Übungsplan für Einsteiger für schnellere Rundenzeiten.
Weiterlesen
- Leitfaden zum Drift-Sim-Setup: Lenkgeschwindigkeit, Handbremsentechnik und Hardwareanordnung
- Leitfaden zur Kabelführung beim Sim-Racing: Kabelreserven, Zugentlastung und saubere Upgrades
- Leitfaden zum Lenkwinkel: Lenkraddrehwinkel, Soft Lock und Fahrzeugtypen
- Trail Braking erklärt: Technik, Pedal-Setup und Übungen
- Leitfaden für Sim-Racing-Sitze: Schalensitz oder verstellbarer Sitz und die richtige Anpassung
- Leitfaden zur USB-Stabilität beim Sim-Racing: Hubs, Stromversorgung und Lösungen für Verbindungsabbrüche