Le Mans Ultimate ist eine Langstrecken-Rennsimulation. Das bedeutet längere Stints, mehr Verkehr, stärkere Schwankungen durch Nacht und Regen und mehr Zeit, in der du gegen Ermüdung ankämpfst. Bei deinen Einstellungen sollten zwei Dinge im Vordergrund stehen:
- Konstanz (über Stunden reproduzierbare Eingaben)
- Klarheit (übersichtliche Darstellung + deutlich spürbares Force Feedback)
Dieser Leitfaden bietet dir eine praktische Grundeinstellung für Lenkradkalibrierung, FFB-Abstimmung und Leistungsoptimierung. Betrachte sie als Ausgangspunkt — Simulationen entwickeln sich weiter und deine persönlichen Vorlieben spielen eine wichtige Rolle.
Schritt 1: Rig und Sitzposition für Langstrecken-Stints
Im Langstreckenrennsport wird Komfort zu Geschwindigkeit. Wenn du auf deinem Sitz hin und her rutschst oder sich deine Pedale bewegen, werden deine Rundenzeiten unbeständig.
- Sitzkomfort: Der SIMGASM Core Recline Sitz ist ideal, wenn du Halt möchtest, ohne das starre Sitzgefühl eines Schalensitzes.
- Schalensitz-Halt: Der SIMGASM Atlas GT Sitz bietet eine GT-Sitzposition und kann bei Bedarf mit einem optionalen Atlas Lendenstützkissen für zusätzliche Unterstützung des unteren Rückens ergänzt werden.
- Schnelle Fahrerwechsel: Ergänze das doppelt arretierbare Sitzschienen-Set.
Schritt 2: Lenkradkalibrierung und Lenkwinkel
Halte dich an eine einfache Regel: Stelle deine Wheelbase auf einen einheitlichen maximalen Drehwinkel ein (oft 900°) und lass dann die Simulation bzw. das Fahrzeug den endgültigen Lenkwinkel festlegen. So bleibt dein Arbeitsablauf bei verschiedenen Fahrzeugen vorhersehbar.
Eine ausführlichere Erklärung findest du hier: Leitfaden zum Lenkwinkel: Lenkraddrehwinkel, Soft Lock und Fahrzeugtypen.
Schritt 3: Force-Feedback-Abstimmung für Prototypen und GT-Fahrzeuge
Langstreckenfahrzeuge können enorme Lenkkräfte erzeugen. Ist dein FFB zu stark, ermüdest du und verlierst die subtilen Signale kurz vor dem Haftungsverlust, die Dreher verhindern.
| Kategorie | Ausgangspunkt | Warum |
|---|---|---|
| Lenkraddrehwinkel | Global 900°, dann je nach Fahrzeug | Behalte eine einheitliche Grundeinstellung für die Wheelbase bei und lass die Simulation bzw. das Fahrzeug den endgültigen Lenkwinkel festlegen. |
| FFB-Stärke | Moderat (Clipping vermeiden) | Langstreckenfahrzeuge erzeugen hohe Kräfte; zu viel Verstärkung überdeckt Details zum Haftungsverlust. |
| Glättung/Filterung | Niedrig | Filterung kann dazu führen, dass sich Prototypen gefühllos anfühlen. Beginne mit einem niedrigen Wert und füge nur so viel hinzu, wie du benötigst. |
| Pedalkalibrierung | Voller Pedalweg für das Gaspedal, konstanter Zielwert für die Bremse | Langstreckenrennen bedeutet Wiederholbarkeit. Kalibriere auf Konstanz, nicht auf maximale Kraft. |
| Grafikschwerpunkt | Stabile Frame-Time, optimierte Spiegel | Verkehr sowie Nacht- und Regenbedingungen können anspruchsvoll sein. |
Praktischer Arbeitsablauf:
- Stelle deine Wheelbase auf ein bekanntes Drehmomentlimit ein (begrenze sie nicht künstlich, sofern es dafür keinen Grund gibt).
- Reduziere die Verstärkung im Spiel, bis Schläge beim Überfahren von Curbs und Kurven mit hoher Belastung nicht mehr zum Clipping führen.
- Füge nur so viel Dämpfung hinzu, dass Schwingungen auf Geraden verhindert werden.
- Speichere für jede Fahrzeugklasse eine Basisvoreinstellung (GT oder Prototyp).
Schritt 4: Pedale für lange Stints
Bei Langstreckenrennen sollte sich das Bremspedal „langweilig konstant“ anfühlen. Wenn du Load-Cell-Pedale verwendest, kalibriere sie auf einen reproduzierbaren Zielwert und nicht auf die höchste Kraft, die du einmalig aufbringen kannst.
Beginne mit dem Leitfaden zur Einrichtung von Load-Cell-Pedalen: Bremskalibrierung, Kraft und Gefühl und passe die Einstellungen anschließend an deinen Fahrstil an.
Schritt 5: Leistungseinstellungen, die im Langstreckenrennen entscheidend sind
- Spiegel: Optimiere zuerst Spiegelqualität und Sichtweite. Spiegel kosten viel Leistung, sind im Verkehr aber wichtig.
- Stabile FPS: Stabile 90 FPS sind besser als „manchmal 120“.
- Nacht und Regen: Teste deine Einstellungen unter den schlechtesten Bedingungen, nicht unter den besten.
Empfohlene SIMGASM-Ausrüstung für diesen Leitfaden
- Einstiegsmodell: SIMGASM Hobby Simulator als solide Basis für dein erstes Rig.
- Am vielseitigsten: SIMGASM Club Simulator mit einem steiferen 80x40-Profil für nahezu jede Kombination aus Wheelbase und Pedalen.
- Am besten für häufige Anpassungen und Kabelführung: SIMGASM Sport Simulator mit integrierten Kabeldurchführungen für aufgeräumte Setups.
- Flaggschiff: SIMGASM Pro Simulator für maximale Steifigkeit und Einstellbarkeit bei hohem Drehmoment und starken Bremskräften.
- Komfortoption: SIMGASM Core Sitz mit verstellbarer Rückenlehne, wenn du keinen festen Schalensitz möchtest.
- Schalensitz-Optionen: SIMGASM Atlas GT Sitz für eine Sitzposition im GT-Stil oder SIMGASM Atlas Formula Sitz für eine stärker zurückgelehnte Formel-/Hypercar-Position.
- Einstellbarkeit: doppelt arretierbares Sitzschienen-Set für schnelle Fahrerwechsel.
- Dreifachmonitor-Setups: freistehender Apex Dreifach-Monitorständer für eine stabile Bildschirmposition oder integrierter Core Dreifach-Monitorständer, wenn du eine integrierte Optik bevorzugst.
- VESA-Ausrichtung: VESA-Montagehalterung für eine saubere Montage bei verschiedenen VESA-Größen.
Wenn du nicht sicher bist, was zu deiner Hardware passt, hilft dir der SIMGASM Support dabei, Halterungen, Lochbilder und Upgrade-Möglichkeiten vor dem Kauf abzustimmen.
Empfohlene SIMGASM Rig-Stufe für Langstreckenrennen
- Club: die beste Allround-Basis für nahezu jedes Lenkrad- und Pedalset.
- Sport: ideal, wenn du einen aufgeräumten Aufbau mit interner Kabelführung möchtest (weniger Risiko, dass Kabel bei langen Sessions hängen bleiben).
- Pro: maximale Steifigkeit und Einstellbarkeit, wenn du mit hohem Drehmoment oder starkem Bremsdruck fährst oder später ein Motion-System nachrüsten möchtest.
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