Die Setup-Arbeit in Assetto Corsa Competizione kann einschüchternd wirken, weil die Menüs voller Regler sind. Die gute Nachricht: Du kannst 90% der Leistung herausholen, indem du dich auf einige wenige Grundlagen konzentrierst und den Rest ignorierst, bis du konstant fährst.
Dieser Leitfaden vermittelt die „wirkungsstarken Grundlagen“: Reifen, Bremsen, Elektronik und eine einfache Vorgehensweise, die verhindert, dass du dich in der Box verzettelst.
Die Regel, die Setups einfach macht
Ändere nicht mehrere Dinge gleichzeitig. Setups sind ein Feedbackkreislauf. Wenn du drei Regler verstellst und sich das Auto besser anfühlt, weißt du nicht, warum – und kannst das Ergebnis auf einer anderen Strecke nicht reproduzieren.
Schritt 1: Wähle die richtige Grundeinstellung
- Beginne zum Lernen mit einer stabilen Voreinstellung: einer Einstellung, die dir ein vorhersehbares Fahrverhalten bietet.
- Sobald du konstante Runden fahren kannst, teste eine aggressivere Grundeinstellung.
- Verwende für Vergleiche dieselbe Kombination aus Auto und Strecke.
Schritt 2: Reifendruck (der wichtigste Leistungshebel)
In ACC funktionieren Reifen am besten in einem recht engen Reifendruckfenster im warmen Zustand. Der genaue Wert kann je nach Bedingungen und Updates variieren, aber das Prinzip bleibt immer gleich:
- Ist der Reifendruck im warmen Zustand zu niedrig, fühlt sich das Auto schwammig an und rutscht früh.
- Ist der Reifendruck im warmen Zustand zu hoch, nimmt der Grip ab und das Auto fühlt sich nervös an.
Vorgehensweise: Fahre 3–4 Runden, prüfe den Reifendruck im warmen Zustand und passe dann den Druck im kalten Zustand so an, dass deine Reifen nach dem Aufwärmen im Zielfenster liegen.
Schritt 3: Bremsbelüftungen und Temperaturkontrolle
Die Bremsbelüftungen sind dein „Temperaturmanager“.
- Schließe die Bremsbelüftungen, wenn die Bremsen zu kalt bleiben (anfangs mehr Biss, aber Überhitzungsgefahr im Verkehr).
- Öffne die Bremsbelüftungen, wenn die Bremsen überhitzen (mehr Konstanz über einen Stint, insbesondere bei Langstreckenrennen).
Zu heiße Bremsen können zu einem schwammigen Pedalgefühl und ungleichmäßigen Bremswegen führen.
Schritt 4: TC und ABS (nutze sie als Werkzeuge, nicht als Krücken)
- Traktionskontrolle (TC): Höhere Werte reduzieren den Radschlupf, können aber die Rotation am Kurvenausgang beeinträchtigen.
- ABS: Höhere Werte reduzieren das Blockieren der Räder, können bei zu starken Eingriffen jedoch den Bremsweg verlängern.
Passe diese Einstellungen an den Kurventyp an:
- Dreht sich das Fahrzeug am Kurvenausgang? Erhöhe die TC leicht.
- Untersteuern am Kurvenausgang? Reduziere die TC leicht und gib sanfter Gas.
- Blockieren die Räder bei starkem Bremsen? Erhöhe das ABS oder reduziere die Bremsbalance bzw. die maximale Bremskraft.
Schritt 5: Bremsbalance (der einfachste Weg, das Fahrzeug beim Kurveneingang auszubalancieren)
Die Bremsbalance beeinflusst, wie sich das Fahrzeug beim Kurveneingang dreht.
- Mehr Bremsbalance nach vorn: sicherer, mehr Untersteuern.
- Mehr Bremsbalance nach hinten: mehr Rotation, aber höheres Drehrisiko.
Kleine Änderungen (0.2–0.5) können einen großen Unterschied machen.
Hinweis zur Hardware: Setups funktionieren nur bei reproduzierbaren Eingaben
Wenn dein Bremsverhalten ungleichmäßig ist, weil sich deine Sitzposition verändert oder deine Pedalplatte bewegt, suchst du nach Setups, die nicht existieren.
- Verwende eine steife Basis wie den SIMGASM Club Simulator.
- Sorge mit den Grundlagen aus dem Leitfaden zur Einrichtung von Load-Cell-Pedalen: Bremskalibrierung, Kraft und Gefühl für reproduzierbares Bremsen.
- Komfort ist wichtig: Der SIMGASM Core Recline-Sitz ist eine hervorragende Wahl für lange Sessions.
Empfohlene SIMGASM-Ausrüstung für diesen Leitfaden
- Einsteigermodell: SIMGASM Hobby Simulator als solide Grundlage für dein erstes Rig.
- Am vielseitigsten: SIMGASM Club Simulator mit einem steiferen 80x40-Profil für nahezu jede Wheelbase-/Pedalkombination.
- Ideal für häufige Anpassungen und Kabelführung: SIMGASM Sport Simulator mit integrierten Durchführungen für eine saubere Kabelführung.
- Flaggschiff: SIMGASM Pro Simulator für maximale Steifigkeit und Einstellbarkeit bei hohem Drehmoment und starkem Bremsdruck.
- Komfortoption: SIMGASM Core Recline-Sitz, wenn du keinen festen Schalensitz möchtest.
- Schalensitzoptionen: SIMGASM Atlas GT Sitz für eine Sitzposition im GT-Stil oder SIMGASM Atlas Formula Sitz für eine stärker zurückgelehnte Formel-/Hypercar-Sitzposition.
- Verstellbarkeit: doppelt arretierbares Sitzschienen-Set für schnelle Fahrerwechsel.
- Dreifach-Monitor-Setups: freistehender Apex Dreifach-Monitorständer für eine stabile Bildschirmreferenz oder integrierter Core Dreifach-Monitorständer, wenn du eine integrierte Optik bevorzugst.
- VESA-Ausrichtung: VESA-Montagehalterung für eine sauberere Montage bei verschiedenen VESA-Größen.
Wenn du nicht sicher bist, was zu deiner Hardware passt, hilft dir der SIMGASM-Support vor dem Kauf dabei, Halterungen, Lochbilder und Upgrade-Möglichkeiten aufeinander abzustimmen.
Einfache ACC-Setup-Routine (jedes Mal durchführen)
- Eine Voreinstellung als Ausgangsbasis auswählen.
- Reifendrücke an die Bedingungen der Session anpassen.
- Bremsbelüftung für stabile Temperaturen einstellen.
- TC/ABS zur Kontrolle von Traktion und blockierenden Rädern anpassen.
- Bremsbalance für ein ausgewogenes Einlenkverhalten anpassen.
- Erst danach: fortgeschrittene Einstellungen anpassen (Bodenfreiheit, Aerodynamik, Dämpfer).
Weiterlesen
- So vermeidest du Force-Feedback-Clipping: ein praktischer Ablauf für verschiedene Simulationen
- Elastomer-Abstimmung des Bremspedals: Pedalweg, Steifigkeit und Konstanz für schnellere Runden
- Leitfaden zu den Fanatec-ACC-Einstellungen für CSL DD, GT DD Pro, DD1 und DD2
- Grafikeinstellungen für Assetto Corsa Competizione: Bildklarheit, Spiegel und stabile FPS
- Leitfaden zu den ACC-VR-Einstellungen: OpenXR, DLSS und Leistungsoptimierung
- Trail Braking erklärt: Technik, Pedaleinstellung und Übungen
- Überfahren vermeiden: ein Übungsplan für Einsteiger für schnellere Rundenzeiten