Für die meisten Simracer gilt 2026: erst das Rig, dann die Wheelbase. Eine starke Wheelbase auf einem schwachen Unterbau verliert Details, gibt unter Force Feedback nach und lässt dein Bremspedal unter Last wandern. Ein steifer Rahmen hingegen sorgt dafür, dass sich selbst ein einfaches Set aus Lenkrad und Pedalen präziser und konstanter anfühlt. Das Rig ist außerdem die Komponente, die du am längsten behältst, während Wheelbases alle paar Jahre aufgerüstet werden.
Es gibt eine Ausnahme: Wenn du bereits ein solides Setup am Schreibtisch hast und nur ausprobieren möchtest, ob Simracing etwas für dich ist, kannst du ruhig mit einem günstigen Lenkrad anfangen. Hier erfährst du, warum der Rahmen so wichtig ist, wie du dein Budget aufteilst und wann die umgekehrte Reihenfolge sinnvoll ist.
Warum der Rahmen vor dem Lenkrad kommt
Der Rahmen ist die Grundlage für jede Komponente, die du später ergänzt. Deshalb entscheidet er darüber, wie gut sich diese Komponenten anfühlen.
Force Feedback braucht einen festen Gegenhalt
Eine Wheelbase mit Direktantrieb liefert etwa 8 bis 25 Nm Drehmoment. Diese Kraft wird in die Montageplatte der Wheelbase und anschließend in den Rahmen eingeleitet. Gibt die Platte nach, gehen feine Details verloren: Reifenschlupf, Randsteine und der Moment, in dem das Heck zu rutschen beginnt. Auf einem steifen Unterbau spürst du diese Details deutlich, selbst mit einer weniger leistungsstarken Wheelbase. Im Ratgeber zum Drehmoment bei Direktantrieben erfährst du, welches Drehmoment zu deinem Niveau passt.
Dein Bremspedal braucht einen festen Halt
Viele erfahrene Simracer sagen, dass Pedale mehr zur Rundenzeit beitragen als das Lenkrad. Eine Bremse mit Kraftmesszelle misst die Kraft, wobei du häufig mit 50 bis 70 kg oder mehr drückst. SIMGASM gibt für die Pedalplatte eine Belastbarkeit von 150 kg beim Hobby, 200 kg beim Club und 300 kg beim Sport und Pro an. Bewegt sich die Platte, verschiebt sich auch dein Bremspunkt. Unser Artikel zur Bremskraft am Pedal erklärt diese Werte.

SIMGASM | Sport Simracingcockpit aus Aluminium - Rot
Wie solltest du dein Budget 2026 aufteilen?
Denke in Etappen, denn ein gutes Setup entsteht mit der Zeit und nicht durch einen einzigen Kauf.
Schritt 1: ein Rahmen, der mit dir wächst
Kaufe einen Rahmen, der mit der Wheelbase zurechtkommt, die du in zwei Jahren haben möchtest, nicht nur mit deiner aktuellen. Ein preisgünstiges Rig aus Aluminium wie das Hobby mit seinem 40 × 40 mm Profil ist ein solider Einstieg für Lenkräder mit Riemenantrieb und schwächere Direktantriebe. Das Club mit 40 × 80 mm bietet dir mehr Reserven für eine stärkere Wheelbase. Da der Rahmen modular aufgebaut ist, behältst du ihn auch dann, wenn sich deine Hardware ändert.
Schritt 2: Pedale vor einer stärkeren Wheelbase
Sobald der Rahmen steht, rüste auf Pedale mit Kraftmesszelle auf. Eine konstante Bremse bringt dir mehr Rundenzeit als zusätzliches Drehmoment. Sieh dir unser Sortiment an Pedalen an, wenn du bereit bist.
Schritt 3: die Wheelbase
Jetzt lohnt sich eine stärkere Wheelbase, denn Rahmen und Pedale sind darauf vorbereitet. Prüfe zuerst die Befestigung: SIMGASM bietet Bottom Mount, Front Mount, seitliche Befestigungen und Asetek Front Mount an. So eignet sich die Montageplatte für Marken wie MOZA, Fanatec, SIMAGIC, Simucube, Asetek, Logitech und Thrustmaster. Vergleiche die Optionen in der Kategorie Wheelbases.

SIMGASM | Club Simracingcockpit aus Aluminium - Schwarz
Wann ist es besser, zuerst die Wheelbase zu kaufen?
In einigen Situationen ist es sinnvoll, die Reihenfolge umzukehren. Das sollte man offen ansprechen.
Wenn du Simracing nur ausprobieren möchtest, ist ein einfaches, am Schreibtisch befestigtes Lenkrad eine günstige Möglichkeit. Wenn du bereits einen steifen Rahmen von einem älteren Setup besitzt, ist die Wheelbase der logische nächste Schritt. Und wenn dein aktuelles Lenkrad kaputt ist, ersetze es zuerst. In allen anderen Fällen bringt der Rahmen pro investiertem Euro die größte Verbesserung beim Fahrgefühl. Du bist dir nicht sicher, was ein Rig eigentlich von einem Cockpit unterscheidet? Lies Rig oder Cockpit: der Vergleich.
Was SIMGASM aus jahrelangen Tests gelernt hat
Die Reihenfolge beim Hardwarekauf ist ein Thema, das dem Team von SIMGASM jede Woche in Supportanfragen begegnet.
Gründer Johan Akkerman begann 2008 mit einem Controller von PlayStation, sparte für ein einfaches Lenkrad und wechselte später zu einem Logitech G25. Weil fertige Rahmen damals teuer waren, schweißte er sich einen eigenen Rahmen aus gebrauchten Gasrohren. Später wirkte er bei Trak Racer an der Entwicklung des TRX Chassis mit. Dieser Weg zeigte ihm, dass ein solider Unterbau jedes Upgrade zu einer echten Verbesserung macht. Deshalb begann SIMGASM im Januar 2026 auch zuerst mit der Entwicklung der Rahmen und baute von Wijk bij Duurstede aus das Sortiment um sie herum auf.

SIMGASM | Hobby Simracingcockpit aus Aluminium - Gold
Noch ein praktischer Tipp: Plane auch deinen Sitz frühzeitig ein. Rahmen von SIMGASM werden ohne Sitz geliefert, sodass du den Rahmen mit einem Sitz kombinieren kannst, der zu deinem Körper passt. Ein am selben Rahmen verschraubter Sitz hält deine Hüftposition stabil, was dein Bremsen zusätzlich unterstützt.
Fragen und Antworten
Hier findest du kurze Antworten auf die häufigsten Fragen von Einsteigern.
Lohnt sich ein Rig auch mit einem günstigen Lenkrad?
Ja. Ein steifer Rahmen verhindert das Nachgeben und hält Lenkrad und Pedale an Ort und Stelle. Dadurch fühlt sich selbst ein Einsteigerlenkrad präziser an.
Was kommt zuerst: Pedale oder Wheelbase?
Nach dem Rahmen kommen die Pedale. Eine Bremse mit Kraftmesszelle verbessert die Konstanz stärker als zusätzliches Drehmoment.
Passt ein Rahmen von SIMGASM zu meiner zukünftigen Wheelbase?
Sehr wahrscheinlich. Die Montageplatte nutzt Bottom Mount, Front Mount, seitliche Befestigungen oder Asetek Front Mount. Prüfe vor der Bestellung die aktuelle Kompatibilitätstabelle auf der Produktseite.
Welcher Rahmen eignet sich für eine Wheelbase mit 15 Nm?
Für ein moderates Setup kommt das Club infrage. Für ein stärker belastetes Setup mit Pedalen mit Kraftmesszelle bietet sich das Sport mit seinem 40 × 120 mm Profil und einer Belastbarkeit von 300 kg beim Bremsen an.
Du möchtest mehr erfahren? Die Experten von SIMGASM helfen dir gerne weiter.