TrueDrive ist der Grund, warum viele Simucube-Besitzer Simucube treu bleiben. Es bietet dir genügend Kontrolle, damit sich das Lenkrad genau so anfühlt, wie du es möchtest – und gleichzeitig genug Spielraum, um dich selbst zu verwirren.
Dieser Leitfaden erklärt praxisnah, was die wichtigsten TrueDrive-Filter tatsächlich bewirken, und bietet einen einfachen Tuning-Ablauf, mit dem du Fortschritte machst, statt endlos an den Einstellungen zu schrauben.
Beginne im einfachen Modus und wechsle später in den erweiterten Modus
Wenn Simucube neu für dich ist, beginne mit der einfachen Profilansicht. Sie fasst mehrere erweiterte Filter in einer kleinen Anzahl von Reglern zusammen (zum Beispiel für Glättung und ein dämpfungsähnliches Gefühl). So vermeidest du leichter eine übermäßige Feinabstimmung.
Sobald du eine Grundeinstellung gefunden hast, die dir gefällt, wechsle in den erweiterten Modus, damit du jeden Effekt separat steuern kannst.
Die wichtigsten TrueDrive-Filter verständlich erklärt
| Einstellung | Was es verändert | Wie es sich anfühlt | Häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| Rekonstruktionsfilter | Glättet und extrapoliert FFB-Signale mit niedriger Aktualisierungsrate | Niedriger = direkter und schneller, höher = sanfter mit leichten Abstrichen bei der Unmittelbarkeit | Den Wert erhöhen, um ein nachgiebiges Rig zu kaschieren (stattdessen das Rig optimieren) |
| Anstiegsgeschwindigkeitsbegrenzung | Begrenzt, wie schnell sich das Drehmoment ändern kann | „Gummiartiger“, mit weniger aggressiven Spitzen | Zu hoch einstellen und dadurch feine Details verlieren |
| Drehmomentbandbreite | Tiefpassfilter, der hohe Frequenzen entfernt | Weniger harte Randsteinkontakte und Körnigkeit | Zu niedrig einstellen und dadurch ein verzögertes Lenkgefühl erzeugen |
| Dämpfung | Erzeugt einen zur Lenkradgeschwindigkeit proportionalen Drehwiderstand | Mehr Stabilität, weniger Schwingungen, ruhigere Hände | Übermäßige Dämpfung, bis sich das Lenkrad leblos anfühlt |
| Reibung | Konstanter Widerstand unabhängig von der Geschwindigkeit | Mehr „mechanisches“ Gewicht, weniger Leichtigkeit | Zu hoch → schwer und ermüdend bei Langstreckenrennen |
| Trägheit | Simuliert eine schwerere rotierende Masse | Sanftere Übergänge und weniger Nervosität | Zu hoch → verzögerte Korrekturen |
| Reduzierung statischer Kräfte | Reduziert das statische Drehmoment nach kurzer Zeit | Gefühl einer Servolenkung, ohne Straßendetails zu verlieren | Zu hoch → die Gewichtsverlagerung fühlt sich schwer nachvollziehbar an |
| Extrem niedrige Latenz | Interne Verarbeitungsanpassung zur Verringerung der Latenz | Kann Schwingungen mit weniger Dämpfung reduzieren | Ein zu hoher Wert kann in manchen Simulationen Resonanzen erzeugen |
Ein Tuning-Ablauf, der funktioniert (und verhindert, dass du dich im Kreis drehst)
Schritt 1: Zuerst die Plattform optimieren, dann das Profil
Wenn dein Wheel Deck oder Monitor wackelt, wirst du die Filter höher einstellen, um das zu kaschieren. Das ist der langsame Weg. Ein steifes Rig aus Aluminiumprofilen ermöglicht ein Setup mit niedrigeren Filterwerten, das sich in der Regel realistischer anfühlt.
- Steife Plattform für Simucube: SIMGASM Sport (C120) oder SIMGASM Pro (C160).
- Stabile Lenkradhalterung: Basisset für die Lenkradhalterung + Front-Lenkradhalterung (prüfe den Schraubenabstand für deine Montageart).
- Stabile Bildschirme: freistehender Dreifach-Monitorständer für ein Bild ohne Wackeln.
Schritt 2: Stelle zuerst Stärke und Lenkwinkel ein
- Wähle eine angenehme Stärke, die du über die gesamte Renndistanz halten kannst.
- Passe den Lenkwinkel an die Simulation an oder verwende, falls verfügbar, automatische Rotation bzw. Soft Lock.
Schritt 3: Stabilisiere das Lenkrad mit der kleinstmöglichen Dosierung
Wenn das Lenkrad auf Geraden oszilliert, erhöhe zunächst die Dämpfung leicht. Wenn es weiterhin oszilliert, füge etwas Reibung hinzu. Falls es sich dann noch immer nervös anfühlt, erhöhe die Trägheit geringfügig.
Schritt 4: Glätte nur, was geglättet werden muss
Nutze die Rekonstruktion als wichtigsten Filter gegen ein „körniges“ Gefühl. Wenn die Randsteine zu hart wirken, verwende etwas Drehmomentbandbreite oder einen Kerbfilter, statt alles schwammig zu machen.
Basiswerte als „Ausgangspunkt“, die du ausprobieren kannst
Dies sind keine universellen „besten Einstellungen“. Sie bilden einen sicheren Ausgangspunkt für ein steifes Cockpit. Ändere jeweils nur eine Einstellung.
| Anwendungsfall | Rekonstruktion | Dämpfung | Reibung | Trägheit | Anstiegsgeschwindigkeitsbegrenzung | Drehmomentbandbreite |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kompetitiver GT- / iRacing-Stil | 2–4 | 8–15% | 0–8% | 0–10% | Aus / niedrig | Aus / hoch |
| Komfort-Basiswert für Langstreckenrennen | 3–5 | 10–18% | 3–10% | 5–12% | Niedrig | Hoch |
| Rallye / unebene Straßen | 3–6 | 10–20% | 0–6% | 0–8% | Niedrig bis mittel | Mittel |
Wo SIMGASM hilft, ohne die Marke aufzudrängen
TrueDrive kann dafür sorgen, dass sich das Lenkrad geschmeidiger anfühlt. Ein gut konstruiertes Cockpit aus Aluminiumprofilen lässt das Lenkrad authentischer wirken. Mit einem steifen Rahmen kannst du niedrigere Filterwerte verwenden und dennoch ein ruhiges, realistisches Lenkgefühl erzielen.
Zwei einfache Empfehlungen von SIMGASM
- SIMGASM Club (C80): ein deutlicher Fortschritt gegenüber Einsteiger-Rigs und mit nahezu jeder Hardware kompatibel.
- SIMGASM Sport (C120): größere Stellfläche, sauberere Kabelführung und mehr Flexibilität für Zubehör und zukünftige Upgrades.
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