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Simucube TrueDrive-Filter erklärt: Was du ändern solltest und warum

Simucube TrueDrive-Filter erklärt: Was du ändern solltest und warum

TrueDrive ist der Grund, warum viele Simucube-Besitzer Simucube treu bleiben. Es bietet dir genügend Kontrolle, damit sich das Lenkrad genau so anfühlt, wie du es möchtest – und gleichzeitig genug Spielraum, um dich selbst zu verwirren.

Dieser Leitfaden erklärt praxisnah, was die wichtigsten TrueDrive-Filter tatsächlich bewirken, und bietet einen einfachen Tuning-Ablauf, mit dem du Fortschritte machst, statt endlos an den Einstellungen zu schrauben.

Beginne im einfachen Modus und wechsle später in den erweiterten Modus

Wenn Simucube neu für dich ist, beginne mit der einfachen Profilansicht. Sie fasst mehrere erweiterte Filter in einer kleinen Anzahl von Reglern zusammen (zum Beispiel für Glättung und ein dämpfungsähnliches Gefühl). So vermeidest du leichter eine übermäßige Feinabstimmung.

Sobald du eine Grundeinstellung gefunden hast, die dir gefällt, wechsle in den erweiterten Modus, damit du jeden Effekt separat steuern kannst.

Die wichtigsten TrueDrive-Filter verständlich erklärt

Einstellung Was es verändert Wie es sich anfühlt Häufiger Fehler
Rekonstruktionsfilter Glättet und extrapoliert FFB-Signale mit niedriger Aktualisierungsrate Niedriger = direkter und schneller, höher = sanfter mit leichten Abstrichen bei der Unmittelbarkeit Den Wert erhöhen, um ein nachgiebiges Rig zu kaschieren (stattdessen das Rig optimieren)
Anstiegsgeschwindigkeitsbegrenzung Begrenzt, wie schnell sich das Drehmoment ändern kann „Gummiartiger“, mit weniger aggressiven Spitzen Zu hoch einstellen und dadurch feine Details verlieren
Drehmomentbandbreite Tiefpassfilter, der hohe Frequenzen entfernt Weniger harte Randsteinkontakte und Körnigkeit Zu niedrig einstellen und dadurch ein verzögertes Lenkgefühl erzeugen
Dämpfung Erzeugt einen zur Lenkradgeschwindigkeit proportionalen Drehwiderstand Mehr Stabilität, weniger Schwingungen, ruhigere Hände Übermäßige Dämpfung, bis sich das Lenkrad leblos anfühlt
Reibung Konstanter Widerstand unabhängig von der Geschwindigkeit Mehr „mechanisches“ Gewicht, weniger Leichtigkeit Zu hoch → schwer und ermüdend bei Langstreckenrennen
Trägheit Simuliert eine schwerere rotierende Masse Sanftere Übergänge und weniger Nervosität Zu hoch → verzögerte Korrekturen
Reduzierung statischer Kräfte Reduziert das statische Drehmoment nach kurzer Zeit Gefühl einer Servolenkung, ohne Straßendetails zu verlieren Zu hoch → die Gewichtsverlagerung fühlt sich schwer nachvollziehbar an
Extrem niedrige Latenz Interne Verarbeitungsanpassung zur Verringerung der Latenz Kann Schwingungen mit weniger Dämpfung reduzieren Ein zu hoher Wert kann in manchen Simulationen Resonanzen erzeugen

Ein Tuning-Ablauf, der funktioniert (und verhindert, dass du dich im Kreis drehst)

Schritt 1: Zuerst die Plattform optimieren, dann das Profil

Wenn dein Wheel Deck oder Monitor wackelt, wirst du die Filter höher einstellen, um das zu kaschieren. Das ist der langsame Weg. Ein steifes Rig aus Aluminiumprofilen ermöglicht ein Setup mit niedrigeren Filterwerten, das sich in der Regel realistischer anfühlt.

Schritt 2: Stelle zuerst Stärke und Lenkwinkel ein

  • Wähle eine angenehme Stärke, die du über die gesamte Renndistanz halten kannst.
  • Passe den Lenkwinkel an die Simulation an oder verwende, falls verfügbar, automatische Rotation bzw. Soft Lock.

Schritt 3: Stabilisiere das Lenkrad mit der kleinstmöglichen Dosierung

Wenn das Lenkrad auf Geraden oszilliert, erhöhe zunächst die Dämpfung leicht. Wenn es weiterhin oszilliert, füge etwas Reibung hinzu. Falls es sich dann noch immer nervös anfühlt, erhöhe die Trägheit geringfügig.

Schritt 4: Glätte nur, was geglättet werden muss

Nutze die Rekonstruktion als wichtigsten Filter gegen ein „körniges“ Gefühl. Wenn die Randsteine zu hart wirken, verwende etwas Drehmomentbandbreite oder einen Kerbfilter, statt alles schwammig zu machen.

Basiswerte als „Ausgangspunkt“, die du ausprobieren kannst

Dies sind keine universellen „besten Einstellungen“. Sie bilden einen sicheren Ausgangspunkt für ein steifes Cockpit. Ändere jeweils nur eine Einstellung.

Anwendungsfall Rekonstruktion Dämpfung Reibung Trägheit Anstiegsgeschwindigkeitsbegrenzung Drehmomentbandbreite
Kompetitiver GT- / iRacing-Stil 2–4 8–15% 0–8% 0–10% Aus / niedrig Aus / hoch
Komfort-Basiswert für Langstreckenrennen 3–5 10–18% 3–10% 5–12% Niedrig Hoch
Rallye / unebene Straßen 3–6 10–20% 0–6% 0–8% Niedrig bis mittel Mittel

Wo SIMGASM hilft, ohne die Marke aufzudrängen

TrueDrive kann dafür sorgen, dass sich das Lenkrad geschmeidiger anfühlt. Ein gut konstruiertes Cockpit aus Aluminiumprofilen lässt das Lenkrad authentischer wirken. Mit einem steifen Rahmen kannst du niedrigere Filterwerte verwenden und dennoch ein ruhiges, realistisches Lenkgefühl erzielen.

Zwei einfache Empfehlungen von SIMGASM

  • SIMGASM Club (C80): ein deutlicher Fortschritt gegenüber Einsteiger-Rigs und mit nahezu jeder Hardware kompatibel.
  • SIMGASM Sport (C120): größere Stellfläche, sauberere Kabelführung und mehr Flexibilität für Zubehör und zukünftige Upgrades.

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