Die Simucube 2 Ultimate ist die Option „ohne Kompromisse“. Sie ist aber nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Die Ultimate lässt sich am besten als Entscheidung für mehr Leistungsreserve und eine entsprechende Systemplanung verstehen: Sie kaufen mehr Reserve, als die meisten jemals benötigen werden, und das beeinflusst, wie Sie den Rest Ihres Cockpits aufbauen sollten.
Wann 32 Nm tatsächlich sinnvoll sind
- Vorliebe für hohe Lenkkräfte: Sie mögen höhere Kräfte und möchten dennoch alle Details spüren.
- Motion- oder Taktileffekt-Aufbauten: Zusätzliche Leistungsreserve trägt dazu bei, dass das Lenkrad ruhig bleibt, wenn sich das Rig physisch bewegt oder vibriert.
- Professionelles Training: Sie möchten maximale Wiedergabetreue und einen großen Abstimmungsbereich.
Wann 32 Nm nicht sinnvoll sind (oder sogar kontraproduktiv sein können)
- Sie fahren überwiegend Sprintrennen und bevorzugen geringere Lenkkräfte.
- Sie haben nur begrenzt Platz und Ihr Cockpit kann nicht verwindungssteif und gut ausgesteift aufgebaut werden.
- Eine unkomplizierte „Einstellen und vergessen“-Lösung ist Ihnen wichtiger als umfangreiche Abstimmungsmöglichkeiten.
Die eigentliche Voraussetzung: eine verwindungssteife Montageplattform
Bei der Ultimate können bereits geringe Verwindungen das Fahrgefühl deutlich verändern. Wenn sich die Halterung verdreht, kann sich das Lenkrad rauer anfühlen, Ihre Lenkeingaben werden inkonsistent und Sie reduzieren schließlich die Detailwiedergabe, um Bewegungen des Chassis zu kaschieren.
Der Ansatz von SIMGASM
Eine High-End-Wheelbase gehört auf ein hochwertiges Fundament. Das bedeutet nicht, dass alles überdimensioniert sein muss. Es bedeutet: steife Profile, dicke Montageplatten und eine Anordnung, die verstellbar bleibt, ohne unübersichtlich zu werden.
- Flaggschiff-Fundament: SIMGASM Pro Cockpit (C160)
- Wheelbase-Montage: Basisset für die Wheelbase-Halterung + Front-Wheelbase-Halterung
- Sitzoptionen: Core-Sitz mit verstellbarer Rückenlehne für mehr Komfort oder Atlas GT-Schalensitz für eine fest umschließende Sitzposition.
Sicherheitscheckliste für hohe Drehmomente
Ein hohes Drehmoment ist ein Vorteil, bringt aber auch Verantwortung mit sich. Behandeln Sie es wie ein leistungsstarkes Werkzeug:
- Beginnen Sie mit einer niedrigen Einstellung. Bauen Sie Vertrauen auf und erhöhen Sie die Kraft nur, wenn sie kontrollierbar bleibt.
- Verwenden Sie eine angenehme Lenkkraft, die Sie über die gesamte Renndistanz bewältigen können.
- Sorgen Sie dafür, dass die Drehmomentabschaltung beziehungsweise der Not-Aus jederzeit gut erreichbar ist.
- Lassen Sie das Lenkrad im Modus mit hohem Drehmoment niemals unbeaufsichtigt (Kinder, Haustiere, Gäste).
- Ziehen Sie die Montageschrauben regelmäßig mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nach, insbesondere nach der ersten Nutzungswoche.
Komfort ist wichtiger, als viele zugeben
Hardware der Ultimate-Klasse verleitet zu längeren Sessions. Komfort wird zum Leistungsfaktor: Wenn Sie nicht gegen Ihre Sitzposition ankämpfen müssen, können Sie Ihre Fahrtechnik konstant halten.
- GT-Sitzposition: Atlas GT-Sitz
- Formula-/Hypercar-Sitzposition: Atlas Formula-Sitz
Ein praktischer Ansatz für hohe Drehmomente (ohne Macho-Zahlen)
Viele fortgeschrittene Fahrer stellen ihre Wheelbase auf ein hohes Maximum ein und passen anschließend die Stärke im Simulator für jedes Fahrzeug so an, dass ein realistischer Lenkaufwand entsteht. Das Ziel besteht nicht darin, zu beweisen, dass Sie mit dem Lenkrad ringen können. Es geht darum, genügend Reserve zu bewahren, damit schnelle Ereignisse wie das Überfahren von Curbs oder abrupte Korrekturen präzise wiedergegeben werden.
Drei Komfortregeln, mit denen Sie schnell bleiben
- Wenn Sie auf einer Geraden nicht kurz einhändig fahren können, ist die Grundstärke Ihrer Wheelbase für eine vollständige Renndistanz wahrscheinlich zu hoch.
- Wenn Sie Ihre Schultern anspannen, werden Ihre Lenkbewegungen zu aggressiv und Ihre Bremsleistung leidet.
- Wenn Ihre Hände taub werden, reduzieren Sie zunächst Reibung und Dämpfung, bevor Sie die Detailwiedergabe insgesamt verringern.
Rig-Prüfungen, die bei einem Aufbau der Ultimate-Klasse wichtig sind
- Verwindungstest: Greifen Sie das Lenkrad und versuchen Sie, die Halterung zu verdrehen. Jede sichtbare Bewegung ist ein Hinweis darauf, dass Sie die Stützen aussteifen oder die Konstruktion der Wheelbase-Halterung anpassen sollten.
- Flex-Test der Pedalaufnahme: Betätigen Sie die Bremse so kräftig wie möglich. Wenn sich die Pedalaufnahme bewegt, wird Ihre Bremsleistung niemals konstant sein.
- Bildschirm-Vibrationstest: Fahren Sie über einen Curb und beobachten Sie die Ränder des Monitors. Wenn sie vibrieren, nehmen Ihre Augen visuelle „Störungen“ wahr, selbst wenn das Lenkrad gut abgestimmt ist.
Monitorstrategie bei hohem Drehmoment
Bei hohem Drehmoment bevorzugen viele Sim Racer einen freistehenden Monitorständer, damit die Bildschirmstabilität unabhängig von Bewegungen des Cockpits bleibt. Dies erleichtert außerdem spätere Motion-Upgrades.