Wenn es ein Upgrade gibt, das die Konstanz deiner Rundenzeiten schneller verbessert als fast alles andere, dann ist es das Bremspedal. Nicht, weil es sich cool anfühlt, sondern weil Rennen beim Bremsen gewonnen und verloren werden.
Eine Load-Cell-Bremse misst Druck, nicht die Position. Dadurch lernt dein Gehirn, „wie stark“ du bremst, statt „wie weit“ du deinen Fuß bewegst. Das Ergebnis: besser reproduzierbare Bremspunkte, weniger blockierende Räder und besseres Trail Braking.
Schritt 1: Pedale so montieren, dass sich nichts bewegt
Bevor du kalibrierst, muss die Mechanik stimmen. Wenn deine Pedale beim Bremsen nachgeben oder abheben, werden sich deine Einstellungen nie konsistent anfühlen.
- Montiere das Pedalset auf einer steifen Pedalplatte oder Pedalplattform.
- Achte darauf, dass sich das Rig selbst bei starkem Pedaldruck nicht verwindet.
- Verwende eine Fersenauflage/Fersenplatte, damit deine Fußposition stets gleich bleibt.
Auf SIMGASM Rigs kannst du einen stabilen Pedalbereich aufbauen und ihn mit Zubehör wie der universellen Peripherieablage und der Fersenauflage erweitern.
Schritt 2: Eine wiederholbar erreichbare „Zielbremskraft“ wählen
Es gibt nicht den einen perfekten Wert. Die beste Bremskraft ist der höchste Druck, den du ohne Schmerzen oder Ermüdung konstant aufbringen kannst.
Nutze diese Bereiche als Ausgangspunkt:
- Komfortbereich für Einsteiger: ~25–40 kg maximaler Bremsdruck
- Im Wettbewerb üblicher Bereich: ~45–70 kg maximaler Bremsdruck
- Sehr steife Setups im Rennwagenstil: 70 kg+ (nur wenn dein Cockpit und dein Körper dafür bereit sind)
Tipp: Wenn du lange Sessions fährst, wähle eine etwas geringere Kraft, die du über einen kompletten Stint konstant aufbringen kannst. Konstanz ist wichtiger als maximale Kraft.
Schritt 3: Pedalweg und Steifigkeit mit Elastomeren und Federn abstimmen
Die meisten Load-Cell-Bremsen verwenden ein Paket aus Elastomeren und/oder Federn. Stell es dir so vor:
- Mehr Pedalweg: einfachere Dosierung für Einsteiger, mehr „Straßenwagengefühl“
- Weniger Pedalweg: schnellerer Druckaufbau, mehr „Rennwagengefühl“
Wenn du häufig mit blockierenden Rädern zu kämpfen hast, brauchst du oft mehr Pedalweg oder ein progressiveres Elastomerpaket – keine stärkere Wheelbase.
Schritt 4: Bremse in der Software richtig kalibrieren
Die Kalibrierung ist einfach, wird aber häufig falsch durchgeführt. Das Ziel ist, dass dein maximaler komfortabler Pedaldruck im Spiel 100 % Bremsleistung entspricht.
- Fahre dich einige Runden warm (deine Bremskraft verändert sich, sobald du „im Rhythmus“ bist).
- Drücke das Bremspedal mit dem maximalen Druck, der für dich noch angenehm ist.
- Lege diesen Wert als 100 % fest.
- Fahre erneut und prüfe, ob du wiederholt 90–100 % erreichen kannst, ohne dich übermäßig anzustrengen.
Wenn du spielspezifische Anweisungen benötigst, findest du in unseren ausführlichen Leitfäden weitere Details und konkrete Schritte für den jeweiligen Titel:
Schritt 5: Auf Trail-Braking und Konstanz abstimmen
Trail-Braking ist einfacher, wenn sich dein Bremspedal vorhersehbar verhält. Probiere dazu diese Übung:
- Wähle eine mittelschnelle Kurve.
- Bremse auf einer Geraden mit etwa 80 %.
- Löse die Bremse beim Einlenken gleichmäßig bis auf etwa 10–20 %, während die Vorderreifen weiterhin belastet bleiben.
- Wiederhole den Vorgang, bis du die Bremse gleichmäßig lösen kannst und das Fahrzeug in die Kurve eindreht, ohne zu rutschen.
Wenn sich deine Bremse wie ein Ein-/Aus-Schalter anfühlt, erhöhe den Pedalweg oder reduziere die maximale Bremskraft leicht. Fühlt sie sich zu weich an, erhöhe schrittweise die Steifigkeit.
Empfohlene SIMGASM Ausrüstung
- Steifes Cockpit für starkes Bremsen: Club-Simulator (ideal für Load-Cell-Pedale)
- Mehr Platz und Einstellmöglichkeiten: Sport-Simulator
- Zubehör für den Pedalbereich: universelle Ablage für Peripheriegeräte und Fersenplatte
- Komfort und Stabilität: Atlas GT Sitz + beidseitig arretierbare Sitzschienen