Aluminiumprofile kosten einen festen Betrag pro Meter. Winkel kosten jeweils ein paar Euro. Mit einer Säge und einem freien Wochenende entsteht so ein Rig für deutlich weniger Geld als ein fertiges Produkt. So zumindest die Theorie – und viele Sim-Racer beginnen genau dort.
In der Praxis sieht es anders aus. Die meisten, die einen Eigenbau fertigstellen, berichten von Gesamtkosten, die nahe an denen eines fertig entwickelten Chassis liegen – zuzüglich vieler Arbeitsstunden, die sie nie eingeplant hatten. Wer die Gründe dafür kennt, spart beides.
Was kostet ein selbst gebautes 8020-Rig wirklich?
Es gibt vier Kostenblöcke: stranggepresste, auf Länge zugeschnittene Profile als Meterware; Winkel, Verstrebungen und Platten; Befestigungsmaterial wie T-Nutensteine, Schrauben und Endkappen; sowie spezielle Komponenten wie eine Wheelbase-Montageplatte, eine Pedalplatte, Sitzschienen und Füße.
Der Zuschnitt bringt die erste Überraschung. Aluminiumprofile werden in langen Stangen geliefert. Daher bezahlst du entweder für einen Zuschnittservice oder kaufst eine Säge und nimmst Verschnitt in Kauf. Beide Optionen verursachen zusätzliche Kosten, die im Meterpreis nicht enthalten sind.
Die Pulverbeschichtung ist die zweite. Unbehandeltes silberfarbenes Aluminiumprofil wirkt industriell, und für eine farbige Oberfläche muss ein Eigenbau zu einem Beschichtungsbetrieb. Die Beschichtung eines kompletten Rahmens kostet oft mehr als die Winkel.
Was bekommst du tatsächlich mit einem fertig entwickelten Chassis?
Vor allem bereits gelöste Konstruktionsfragen. Profiltiefe, Winkelstärke, Neigungswinkel der Platten und Lochbilder sind bereits festgelegt. Ein SIMGASM Chassis wird mit den Profilen, den strukturellen Winkeln, der von dir gewählten Wheelbase-Halterung, dem Befestigungsmaterial, dem Werkzeug, Handschuhen und der Montageanleitung geliefert.
Auch die Nennwerte sind angegeben. Für jede Stufe werden das Hauptprofil, die Stellfläche, das Gewicht und die zulässige Bremslast an der Pedalplatte veröffentlicht. So kannst du den Rahmen vor dem Kauf auf deine Hardware abstimmen. Unser Überblick über Aluminiumprofilgrößen für ein Sim-Racing-Rig erklärt, wie diese Angaben zu verstehen sind.
Hinzu kommt die Kompatibilität. Vier Varianten der Wheelbase-Halterung decken unterstützte Modelle von zehn großen Marken ab, und die Tabellen auf Modellebene beseitigen das Rätselraten, an dem so viele Eigenbauten scheitern.
Absicherung ist ebenfalls inklusive. SIMGASM liefert jedes Chassis mit zwei Jahren Garantie und einem 30-tägigen risikofreien Rückgaberecht. Zudem erreichen die Rigs bei 178 verifizierten Bewertungen durchschnittlich 4,97 Sterne. Ein Eigenbau bietet nichts davon.
SIMGASM | Sport Sim-Racing-Cockpit aus Aluminium – Schwarz
Wann ist ein Eigenbau wirklich die bessere Wahl?
In zwei eng begrenzten Situationen. Die erste ist eine wirklich ungewöhnliche Form, etwa ein Lkw-Simulator in voller Breite oder ein Rahmen für einen ungünstig geschnittenen Raum. Dafür entwickelt kein Hersteller ein Standardprodukt, also baust du es selbst.
Die zweite ist eine bereits vorhandene Werkstatt. Eine Säge, eine Ständerbohrmaschine und übrig gebliebene Profile in der Garage senken die zusätzlichen Kosten deutlich, und der Bau selbst wird Teil des Hobbys.
Außerhalb dieser beiden Fälle gleichen sich die Kosten schnell an. Einzelne Aluminiumkomponenten kosten bereits Hunderte Euro, und Befestigungsmaterial, Beschichtung sowie deine eigenen Wochenenden schließen die verbleibende Lücke. Die meisten Sim-Racer, die ehrlich kalkulieren, entscheiden sich am Ende für den Kauf.
Wie vergleichst du fair?
Kalkuliere auf beiden Seiten dieselbe Ausstattung. Nimm ein 40 x 120 mm Hauptprofil, eine Pedalplatte mit ausgewiesener Belastbarkeit, eine Wheelbase-Halterung für deine Base, einen Schalthebelarm, eine Fersenauflage und Gummifüße. Ergänze in der Eigenbau-Spalte anschließend Beschichtung, Zuschnitt, Versand und Befestigungsmaterial.
Berücksichtige auch den Wiederverkaufswert. Ein bekanntes Chassis behält seinen Wert und lässt sich schnell verkaufen, weil der nächste Käufer die Spezifikationen kennt und Ersatzteile findet. Ein Eigenbau verkauft sich langsam und meist nur als Teilesammlung. Nach drei Jahren ist das wichtiger, als viele erwarten.
Berücksichtige schließlich auch den Support. Ein SIMGASM Chassis wird mit einer herunterladbaren Anleitung, einem Montagevideo, zwei Jahren Garantie und einem Team aus Sim-Racern geliefert, das deine Fragen beantwortet. Besitzer berichten regelmäßig, dass der vollständige Aufbau anhand dieser Anleitung etwa zwei Stunden dauert – gegenüber mehreren Wochenenden für eine Eigenkonstruktion. Unser Artikel darüber, was bei einem Sim-Racing-Rig enthalten ist, erläutert genau, was im Karton geliefert wird.
SIMGASM | Pro Sim-Racing-Cockpit aus Aluminium – Schwarz
Wofür solltest du dein Geld zuerst ausgeben?
Für Rahmen und Pedale. Diese beiden Komponenten bestimmen die Konstanz, und Konstanz entscheidet Rennergebnisse weitaus stärker als ein teurer Lenkradkranz. Monitore und Extras folgen, sobald sich das Kern-Setup solide anfühlt. Das komplette Simulator-Sortiment zeigt die fertigen Kombinationen.
Sichere dann den Aufrüstpfad. Bei einem Chassis, das über alle Stufen hinweg dieselben Zubehörteile aufnimmt, kannst du deinen Monitorständer, Schalthebelarm und deine Sitzhalterungen auch mit deiner nächsten Wheelbase weiterverwenden. Die korrekte Montage schützt dein Rig ebenfalls. Unser Leitfaden zu Schrauben und T-Nutensteinen in einem Aluminium-Rig behandelt die dabei erforderlichen Anzugsarbeiten.
SIMGASM entwickelt und fertigt diese Rigs als europäischer Hersteller in den Niederlanden und bietet patentierte sowie zum Patent angemeldete Produkte. Deshalb sind die veröffentlichten Angaben und Kompatibilitätstabellen verlässlich. Bereit, echte Spezifikationen statt Schätzwerte zu vergleichen? Entdecke die vier Stufen in der Kollektion der Sim-Racing-Rigs aus Aluminium oder stelle dein Setup mit dem geführten Konfigurator Schritt für Schritt zusammen.
Fragen & Antworten
Wir beantworten einige häufig gestellte Fragen:
Ist es günstiger, ein Sim-Racing-Rig selbst zu bauen?
Auf dem Papier oft ja, in der Praxis selten. Zuschnitt, Beschichtung, Winkel, Versand und Nachbesserungen schließen den größten Teil der Lücke, deine eigenen Arbeitsstunden den Rest. Ein fertig entwickeltes Chassis wird außerdem mit Garantie, Anleitung und einer bewährten Fahrposition geliefert.
Wie lange dauert ein Eigenbau?
Plane einschließlich Konstruktion, Bestellung und Anpassung mehrere Wochenenden ein. Ein fertig entwickeltes Chassis lässt sich mit dem mitgelieferten Werkzeug und der Anleitung in etwa zwei Stunden montieren.
Kann ich stattdessen ein Rig aus Holz bauen?
Das ist möglich und funktioniert mit einem leichten Lenkradsystem. Bei hohem Direct-Drive-Drehmoment stößt Holz jedoch an seine Grenzen und bietet nach dem Verschrauben kaum noch Einstellmöglichkeiten.
Behält ein selbst gebautes Rig seinen Wert?
In der Regel nicht. Käufer bezahlen für bekannte Spezifikationen und verfügbare Ersatzteile. Daher verkaufen sich Eigenbauten meist langsam und günstig. Ein bekanntes Aluminiumchassis behält einen deutlich größeren Teil seines Werts.
Was ist das größte Risiko beim Eigenbau?
Die Montagegeometrie. Eine Wheelbase- oder Pedalplatte in der falschen Höhe oder im falschen Winkel beeinträchtigt jede Session, und zur Korrektur sind neue Teile statt einer schnellen Anpassung erforderlich.
Sollten Einsteiger jemals selbst bauen?
Nur mit Werkstatterfahrung und einem klaren Plan. Ein fertig entwickeltes Einstiegs-Chassis wie das Hobby in Orange bietet eine bewährte Fahrposition für den ersten eigenen Simulator.

