Mit einem wirklich modularen Sim-Racing-Cockpit lassen sich die Komponenten rund um den Fahrer austauschen, ohne die darunterliegende Struktur ersetzen zu müssen. So können Sie Schritt für Schritt die Wheelbase aufrüsten, die Pedale wechseln, eine Handbremse ergänzen, auf mehrere Monitore umsteigen oder ein stärker spezialisiertes Setup für Rallye, Langstreckenrennen, Streaming oder Truck-Simulation aufbauen.
Diese Upgrade-Möglichkeit ist ein zentrales Designprinzip von SIMGASM. Wenn wir ein neues Produkt entwickeln, prüfen wir zunächst, wie es mit den Cockpit-Familien funktioniert, die unsere Kunden bereits besitzen. Wenn eine einzelne Komponente nicht alle Konfigurationen sicher abdecken kann, bevorzugen wir eine klar gekennzeichnete Variante, Platte oder einen Adapter gegenüber einer vagen Behauptung universeller Passform.
Das Ergebnis ist kein Versprechen, dass jedes Zubehör automatisch an jedes Cockpit passt. Vielmehr verpflichten wir uns, das System erweiterbar zu halten, die wichtigen Abmessungen zu veröffentlichen und bei einem Hardwarewechsel einen praktikablen Weg zur Anpassung zu schaffen.
Modularität beginnt beim Chassis
Aluminiumprofile mit T-Nuten sind praktisch, da sich Halterungen und Zubehör entlang der Nuten neu positionieren lassen. So wird der Rahmen zu einer anpassungsfähigen Basis statt zu einer starren Ansammlung verschweißter Befestigungspunkte.
Die Profile sind nur ein Teil des Ganzen. Ein modulares Cockpit benötigt außerdem sinnvoll platzierte Schnittstellen, gut zugängliche Befestigungselemente und genügend Einstellmöglichkeiten nach der Montage eines Zubehörteils. Eine Halterung, die sich zwar technisch montieren lässt, aber einen Sitzslider, ein Kabel oder eine Einstellschraube blockiert, bietet keine gute Grundlage für spätere Upgrades.
SIMGASM berücksichtigt daher die gesamte Baugruppe: die Breite des Cockpits, die Ausrichtung der Profile, die Geometrie der Halterungen, die nötigen Freiräume für die Hardware und die in den Rahmen eingeleitete Last. Dieser Ansatz gilt für die Produktreihen Hobby, Club, Sport und Pro, wobei sich die genaue Lösung je nach Modell unterscheiden kann.
Ein Produkt, wenn möglich, eine spezifische Variante, wenn nötig
Das Wort „universell“ wird im Sim Racing oft zu leichtfertig verwendet. Wheelbases können von unten, vorn oder seitlich montiert werden. Pedale unterscheiden sich in Länge, Lochbild und Kabelposition. Monitorinstallationen hängen vom VESA-Lochbild, der Bildschirmgröße, dem Gewicht und der Position der Anschlüsse ab.
SIMGASM folgt einer einfachen Regel: Wir verwenden eine Komponente produktübergreifend, wenn die gemessene Schnittstelle dies zulässt, und entwickeln eine eigenständige Lösung, wenn Geometrie oder Belastung dies erfordern.
Deshalb umfasst das Sortiment verschiedene Montagekonzepte für Wheelbases. Der SIMGASM Front Wheelmount ist für ausgewählte Wheelbases mit Front Mount vorgesehen. Der SIMGASM Side Mount unterstützt eine andere Modellgruppe. Ein Bottom Mount ist für Hardware vorgesehen, die von unten verschraubt wird. Kunden erhalten eine klar definierte Passform, statt eine neue Platte bohren und hoffen zu müssen, dass das Gehäuse weiterhin ausreichend Abstand zum Rahmen hat.
Dasselbe Prinzip bestimmt auch die zukünftige Entwicklung. Wenn neue Hardware eine bestehende Schnittstelle nutzt, sind für die Kompatibilität möglicherweise nur eine Überprüfung und eine Aktualisierung der aktuellen Modellliste erforderlich. Wenn sie jedoch eine grundlegend andere Schnittstelle einführt, kann eine überarbeitete Halterung, ein Adapter oder eine separate Variante die verantwortungsvolle Lösung sein.
Markenübergreifende Kompatibilität basiert auf Maßen
Einige SIMGASM Zubehörteile können auch an Aluminiumprofil-Cockpits anderer Hersteller verwendet werden. Das ist am ehesten möglich, wenn das vorhandene Rig kompatible Profil- und Nutabmessungen aufweist und den erforderlichen Einbauraum bietet.
Die markenübergreifende Passform sollte niemals allein anhand des Aussehens beurteilt werden. Prüfe mindestens:
- Profilabmessungen, Nuttyp und Nutausrichtung;
- Innen- oder Außenbreite des Cockpits an der Montageposition;
- Lochbild, Schraubengröße und mitgelieferte Befestigungselemente;
- die Anforderungen des Produkts an Belastung, Hebelwirkung und Freiraum sowie
- die genaue Wheelbase, der Bildschirm, der Schalthebel oder ein anderes zu befestigendes Gerät.
Bei Monitoren ist das VESA-Lochbild wichtig, reicht allein jedoch nicht aus. Der Ständer muss auch für Anzahl, Abmessungen und Gewicht der Bildschirme ausgelegt sein und zugleich den erforderlichen Winkel und Betrachtungsabstand ermöglichen. Bei Motion-Hardware sind der Aktuatortyp, die Halterungsschnittstelle und die umgebende Struktur entscheidend. Für das SIMGASM Universal Motion Actuator Bracket Set werden beispielsweise die konkret unterstützten Systeme angegeben sowie Hinweise dazu, wann weiterhin eine Originalhalterung des Herstellers erforderlich ist.
Falls ein Maß fehlt, kontaktiere SIMGASM vor der Bestellung. Eine kurze Maßprüfung ist günstiger und schneller, als die falsche Komponente anzupassen.
Upgrade-Möglichkeiten für verschiedene Fahrertypen
Ein Einstiegs-Setup kann mit einem kompakten Cockpit, einem Monitor und einer per Bottom Mount montierten Wheelbase beginnen. Sinnvolle nächste Upgrades könnten ein Sitzschlitten, ein stabileres Pedal-Setup und ein separater Monitorständer sein. Keine dieser Änderungen sollte den Fahrer dazu zwingen, das gesamte Chassis auszutauschen.
Ein Langstreckenfahrer ergänzt sein Setup möglicherweise um eine Buttonbox, eine Tastaturablage, einen Schalthebel, einen Kopfhörerhaken und drei Bildschirme. Ein Rallyefahrer legt möglicherweise Wert auf einen sequenziellen Schalthebel und eine Handbremse in ergonomischer Position. Ein Lkw-Fahrer benötigt eventuell ein rundes Lenkrad, eine niedrigere Lenkradposition, Blinker-Bedienelemente und zusätzliche Bildschirme. Ein Streamer ergänzt möglicherweise Kamera, Beleuchtung und Bedienflächen, während die Kabel vom Pedalbereich ferngehalten werden.
Für diese Setups ist keine überdimensionierte „Alles-in-einem“-Halterung erforderlich. Sie benötigen stabile Befestigungspunkte und Komponenten, die passend zum Nutzer positioniert werden können. Das SIMGASM-Sortiment an Zubehör und Add-ons wurde für diesen schrittweisen Ansatz entwickelt.
Kann ein Add-on Kosten sparen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen?
Ein Zubehörteil muss nicht dasselbe Logo wie das Cockpit tragen, um eine gute Wahl zu sein. Ein markenübergreifend kompatibler Monitorständer oder eine entsprechende Halterung für Peripheriegeräte kann mitunter weniger kosten als eine markengebundene Alternative und dennoch dieselben praktischen Anforderungen erfüllen.
Vergleiche Gleiches mit Gleichem. Achte auf Materialstärke, unterstützte Abmessungen, enthaltenes Montagematerial, Verstellbereich, Belastungshinweise und Verarbeitung – nicht nur auf den Produktnamen oder den beworbenen Preis. Berücksichtige bei den Gesamtkosten auch Adapter und Versand. Der günstigste Artikel bietet nicht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn er modifiziert werden muss oder das nächste Upgrade einschränkt.
SIMGASM strebt wettbewerbsfähige Preise sowie eine Konstruktion und Verarbeitung an, die dem vorgesehenen Einsatzzweck entsprechen. Wir behaupten nicht, dass jedes SIMGASM-Zubehör grundsätzlich günstiger oder stabiler ist. Wir stellen jedoch die Kompatibilitätsinformationen bereit, damit Kunden einen aussagekräftigen Vergleich anstellen können.
Welche Unterstützung ist nach einem Upgrade weiterhin verfügbar?
Frühere Cockpit-Generationen weiterhin nutzbar zu halten, ist Teil der Produktentwicklung und kein nachträglicher Gedanke. Wenn ein neues Teil nicht direkt zu einer bestehenden Konfiguration passt, prüft das Team, ob eine andere Variante, ein Adapter oder eine Ersatzschnittstelle den Unterschied sicher ausgleichen kann.
Auch diese Bewertung hat Grenzen. Ein Adapter darf weder einen unsicheren Lastpfad erzeugen noch die Verstellbarkeit beeinträchtigen oder das montierte Gerät unbrauchbar machen. Verfügbarkeit, Preis und Lieferzeit können sich zudem bei aktuellen, älteren und auf Bestellung gefertigten Komponenten unterscheiden.
Sende das Cockpit-Modell, die Farbe, das ungefähre Kaufdatum, die aktuelle Hardware und das geplante Upgrade über die SIMGASM-Kontaktseite. Fotos und Maße des Montagebereichs helfen dem Team, die passende Lösung zu ermitteln.
Fünf Punkte, die Sie vor dem Kauf einer Erweiterung prüfen sollten
Ermitteln Sie zunächst die genauen Cockpit- und Hardwarevarianten. Prüfen Sie anschließend die aktuelle Kompatibilitätsliste und alle veröffentlichten Maße. Stellen Sie danach sicher, dass das Zubehör ausreichend Platz für Sitz, Pedale, Kabel und die normalen Einstellmöglichkeiten lässt. Vergleichen Sie dann die erwartete Belastung mit dem vorgesehenen Einsatzzweck. Fragen Sie abschließend vor der Bestellung nach, falls ein Teil der Kombination nicht dokumentiert ist.
Dieser Prozess erhält den entscheidenden Vorteil eines modularen Cockpits: Es kann weiterentwickelt werden, ohne von vorn beginnen zu müssen.
Häufig gestellte Fragen
Passen alle SIMGASM-Erweiterungen an jedes SIMGASM-Cockpit?
Nein. Viele Komponenten sind identisch, doch Cockpitgröße, Profilanordnung und vorgesehene Belastung können eine modellspezifische Ausführung erfordern. Nutzen Sie die aktuellen Kompatibilitätsinformationen für das jeweilige Cockpit und Zubehör.
Kann ich einen SIMGASM-Monitorständer an einem Cockpit einer anderen Marke montieren?
Einige Monitorlösungen lassen sich markenübergreifend einsetzen, wenn Profilabmessungen, Nutanordnung, Montagebreite, VESA-Lochbild und Displaygrenzen vollständig übereinstimmen. Prüfen Sie vor der Bestellung die gesamte Kombination.
Was passiert, wenn eine neue Wheelbase nicht an meine aktuelle Halterung passt?
SIMGASM prüft, ob eine vorhandene Halterung dafür geeignet ist. Falls nicht, kann das Team eine überarbeitete Platte, einen Adapter, eine Halterung oder eine separate Halterungsvariante prüfen, sofern dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Passt ein als universell beschriebenes Produkt garantiert an jedes Rig?
Nein. Auch „universell“ bedeutet, dass Maß- und Belastungsgrenzen gelten. Die veröffentlichten Maße und die genaue Geräteliste haben Vorrang vor der allgemeinen Bezeichnung.
Ist die Aufrüstung eines Cockpits günstiger als ein Austausch?
Oft ja, denn mit einer geeigneten Halterung oder passendem Zubehör lässt sich das Hauptchassis weiterverwenden. Der tatsächliche Vergleich sollte die Komponente, etwaige Adapter, Versandkosten, den Installationsaufwand und die verbleibenden Aufrüstmöglichkeiten berücksichtigen.
Über den Autor
SIMGASM B.V. — Verfasst mit technischem Fachwissen von Johan Akkerman, Gründer und CEO von SIMGASM. Das SIMGASM-Team verbindet CAD- und Produktentwicklungsarbeit mit praktischer Erfahrung in den Bereichen Sim-Racing, Kompatibilität, Einkauf, Partnerschaften und Personalisierung.