Kompatibilität sollte mehr bedeuten, als das Logo einer Marke auf einer Produktseite zu platzieren. Eine Wheelbase kann denselben Markennamen wie ein anderes Modell tragen und dennoch ein anderes Bohrbild, eine andere Gehäusebreite oder eine andere Anschlussposition aufweisen. Ein Pedalset lässt sich möglicherweise physisch festschrauben, bietet danach aber keinen Platz mehr für Anpassungen. Eine Halterung kann in einem Rendering passend aussehen und dennoch ein Stromkabel oder das zum Festziehen benötigte Werkzeug blockieren.
SIMGASM betrachtet Kompatibilität als technischen Prozess. Wir prüfen das genaue Modell, die Variante und die Montageart, bevor wir eine Aussage zur Passform veröffentlichen. Dank direkter Beziehungen zu Hardwaremarken und Vertriebspartnern kann diese Arbeit bereits beginnen, bevor manche Produkte auf den öffentlichen Markt kommen. Wenn Partner detaillierte CAD-Daten, Zeichnungen, Prototypen oder Vorserien-Hardware bereitstellen können, nutzen wir diese Ressourcen, um die Passform frühzeitig zu prüfen und die richtige Lösung vorzubereiten.
So arbeiten wir auf ein einfaches Versprechen hin: Wenn SIMGASM ein Produkt als kompatibel aufführt, sollte diese Aussage auf einer echten, modellspezifischen Prüfung beruhen – nicht auf einer Annahme.
Warum zukunftssichere Kompatibilität wichtig ist
Ein gutes Cockpit aus Aluminiumprofilen kann mehrere Generationen von Elektronik überdauern. In dieser Zeit kann ein Fahrer von einer Wheelbase für Einsteiger auf eine stärkere Direct-Drive-Wheelbase umsteigen, die Pedale wechseln, eine Handbremse ergänzen oder ein Setup mit einem Bildschirm auf drei Bildschirme umrüsten.
Das Chassis sollte nicht jedes Mal veralten, wenn sich die Hardware ändert. Seine Montagearchitektur muss genügend Verstellmöglichkeiten und ausreichend austauschbare Schnittstellen bieten, um sinnvolle Upgrades zu ermöglichen. Dieses Prinzip prägte die Produktreihen SIMGASM Hobby, Club, Sport und Pro von Anfang an.
Das Basis-Cockpit bildet die stabile Struktur. Lenkradhalterungen, Pedalhalterungen, Sitzkonsolen, Monitorlösungen und Platten für Peripheriegeräte schaffen die entsprechenden Schnittstellen. Wenn ein neues Gerät eine andere Verbindung benötigt, ist es besser, eine einzelne Schnittstelle zu aktualisieren, als den kompletten Simulator zu ersetzen.
Wie wir Hardware vor der Markteinführung prüfen
Frühzeitig verfügbare CAD-Daten bieten unserem Produktteam eine präzise Ausgangsbasis. Je nachdem, welche Informationen ein Partner bereitstellen kann, kann eine digitale Passformprüfung Folgendes umfassen:
- Positionen der Montagebohrungen und Schraubendurchmesser;
- Abmessungen von Wheelbase, Pedalen oder Peripheriegeräten;
- Wellenhöhe und Freiraum für das Gehäuse;
- Zugang zu Kabeln, Schaltern und Not-Aus-Anschlüssen;
- Platz für Befestigungselemente, Unterlegscheiben und Montagewerkzeuge;
- der Verstellbereich nach der Installation der Hardware; und
- der Kraftfluss vom Gerät in das Cockpit.
CAD ist leistungsfähig, aber keine Zauberei. Dateien können sich vor der Produktion ändern, Toleranzen spielen eine Rolle und Kabel verhalten sich nicht immer wie perfekte Linien auf einem Bildschirm. Deshalb unterscheiden wir zwischen einer vorläufigen digitalen Passformprüfung und einer abschließenden Kompatibilitätsbestätigung. Falls erforderlich, vergleichen wir spätere Datenrevisionen, testen einen Prototyp, verwenden ein Produktionsmuster oder prüfen die fertig montierte Baugruppe, bevor das Modell in die öffentlich zugängliche Kompatibilitätsliste aufgenommen wird.
Vertrauliche Partnerdaten bleiben ebenfalls vertraulich. Wir können die Passform vorbereiten, ohne unveröffentlichte Produkte anzukündigen oder Abmessungen zu veröffentlichen, die ein Partner nicht öffentlich gemacht hat.
Vier Montageoptionen für Wheelbases statt einer vagen Aussage zur „universellen“ Kompatibilität
Moderne Wheelbases werden nicht alle auf die gleiche Weise montiert. SIMGASM bietet daher separate Montagesysteme für Bottom Mount, Front Mount, Side Mount und das Asetek-Frontmontagemuster an.
Diese Entscheidung ist bewusst getroffen. Eine breit kompatible Plattform ist sinnvoll, aber nur, wenn jeder Kunde dennoch die richtige Schnittstelle erhält. Der SIMGASM Front Wheelmount unterstützt beispielsweise ausgewählte Modelle von Fanatec, Simucube und VRS mit Front Mount. Unterstützte SIMAGIC-Einheiten verwenden den SIMGASM Side Mount, da ihre Montagegeometrie abweicht. Maßgeblich ist die aktuelle Modellliste – nicht nur das Logo.
Derselbe Ansatz gilt für Pedale, Schalthebel, Handbremsen, Sitze, Displays und Motion-Systeme. Wir entwickeln oder benennen lieber die richtige Variante, als ein Produkt als universell zu bezeichnen, solange ein wichtiges Detail noch nicht verifiziert ist.
Was „maximale Kompatibilität“ bei SIMGASM bedeutet
Maximale Kompatibilität bedeutet nicht, dass jedes jemals hergestellte Gerät automatisch und ohne Adapter in jedes Cockpit passt. Das wäre ein unmögliches Versprechen.
Das bedeutet, dass wir für den größtmöglichen praktikablen Upgrade-Pfad entwickeln, die genaue Passform überprüfen und auf Veränderungen im Markt reagieren. Wenn ein relevantes neues Produkt eine Schnittstelle nutzt, die das aktuelle Teil nicht unterstützt, können wir dank unserer modularen Konstruktion eine überarbeitete Platte, Halterung, einen Adapter oder eine Produktvariante entwickeln, ohne das gesamte Cockpit neu konstruieren zu müssen.
Wir pflegen die Kompatibilitätsangaben außerdem auf Produkt- und Variantenebene. Ein Modell kann hinzugefügt werden, sobald es verifiziert ist, die Angaben können korrigiert werden, wenn der Hersteller eine Spezifikation ändert, und das Modell kann entfernt werden, wenn spätere Informationen zeigen, dass die Passform nicht zuverlässig ist. Genauigkeit ist wertvoller als eine lange Liste.
Unser Ziel ist es, dieses Ökosystem so schnell zu aktualisieren, wie es eine verantwortungsvolle Überprüfung erlaubt. Geschwindigkeit ist wichtig, doch eine ungeprüfte Kompatibilitätsaussage am selben Tag ist kein besserer Service. Die richtige Reihenfolge lautet: zuverlässige Daten erhalten, die Geometrie prüfen, Unklarheiten klären, die Passform bestätigen und sie anschließend veröffentlichen.
Was passiert, wenn eine aufgeführte Passform nicht stimmt?
Wenn sich als kompatibel aufgeführte Hardware nicht wie beschrieben montieren lässt, kontaktiere SIMGASM, bevor du eine Komponente bohrst, zuschneidest oder mit Gewalt montierst. Sende uns die genauen Produktnamen und Varianten, Fotos des Montagebereichs sowie deine Bestelldaten.
Unser Team gleicht die Installation mit den veröffentlichten Einbauinformationen ab und ermittelt die passende Lösung. Das können korrigierte Anweisungen, andere Montageteile, die richtige Produktvariante, ein Adapter oder eine andere Abhilfe gemäß den geltenden Bestell- und Garantiebedingungen sein.
Das ist die praktische Seite unseres Kompatibilitätsversprechens: Wir lassen Kunden nicht mit einer Liste von Logos und einem Karton voller Teile allein.
Entwickelt von Menschen, die die Hardware selbst nutzen
Die Produktentwicklung von SIMGASM ist unmittelbar mit dem Sim Racing verbunden. Gründer und CEO Johan Akkerman ist seit 2008 im Sim Racing aktiv und verbindet Erfahrung aus E-Sport, realem Motorsport und Hardwareentwicklung. Das gesamte Team bringt zudem Erfahrung in den Bereichen Kompatibilität, Partnerbeziehungen, Einkauf, Personalisierung und Vertrieb ein.
Das ist wichtig, denn eine gute Passform bedeutet nicht nur, dass Schrauben in Bohrungen passen. Entscheidend sind auch die Fahrposition, die Einstellmöglichkeiten, der Wartungszugang und die Frage, ob die Lösung auch nach dem nächsten Upgrade praktikabel bleibt.
Vor deiner Bestellung
Prüfe immer den aktuellen Kompatibilitätsabschnitt auf der jeweiligen Produktseite. Gleiche den vollständigen Modellnamen und die Variante ab, nicht nur die Marke. Wenn dein Gerät neu, ungewöhnlich oder noch nicht aufgeführt ist, sende uns vor der Bestellung die Details über die SIMGASM Kontaktseite.
Entdecke auch das vollständige SIMGASM Sortiment an Sim-Racing-Cockpits und wähle die Wheelbase-Montageart, die zu deiner aktuellen Hardware und deinen zukünftigen Plänen passt.
Häufig gestellte Fragen
Testet SIMGASM Produkte, die noch nicht auf dem Markt sind?
Wenn ein Hardwarepartner vertrauliche CAD-Daten, Zeichnungen, Prototypen oder Vorserienmuster bereitstellen kann, kann SIMGASM bereits vor der öffentlichen Markteinführung mit der Passformprüfung beginnen. Die öffentliche Kompatibilität wird erst dann endgültig bestätigt, wenn die vorliegenden Nachweise ausreichen.
Bedeutet „kompatibel“, dass jedes Modell dieser Marke passt?
Nein. Die Kompatibilität ist modell- und variantenspezifisch. Maßgeblich ist immer die aktuelle Kompatibilitätsliste auf der jeweiligen SIMGASM Produktseite.
Was geschieht, wenn eine neue Wheelbase ein anderes Lochbild verwendet?
SIMGASM prüft zunächst, ob eine vorhandene Halterung das neue Modell sicher aufnehmen kann. Ist dies nicht der Fall, ermöglicht uns die modulare Plattform, eine überarbeitete Platte, einen Adapter, eine Halterung oder eine separate Variante in Betracht zu ziehen, sofern dies technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Können SIMGASM Halterungen an einem Cockpit einer anderen Marke verwendet werden?
Einige Halterungen und Zubehörteile sind für einen bestimmten Maßbereich ausgelegt und können mit anderen Aluminiumprofil-Cockpits verwendet werden. Die Breite des aufnehmenden Chassis, die Profilanordnung und das genaue Hardwaremodell müssen dennoch die veröffentlichten Anforderungen erfüllen.
Ist eine CAD-Verifizierung dasselbe wie ein physischer Test?
Nein. Bei der CAD-Verifizierung werden Geometrie und Freiräume digital geprüft. Physische Prototypen oder Serienhardware können zusätzliche Erkenntnisse zu Toleranzen, Montagezugang und tatsächlichem Einbau liefern. SIMGASM wählt den für die jeweilige Aussage angemessenen Verifizierungsumfang.
Über den Autor
SIMGASM B.V. — Verfasst mit technischem Input von Johan Akkerman, Gründer und CEO von SIMGASM. Johan verbindet langjährige Sim-Racing-Erfahrung mit Motorsport und technischer Produktentwicklung. SIMGASM entwickelt sein Cockpit-Ökosystem auf der Grundlage verifizierter Hardware, modularer Schnittstellen und praxisgerechter Upgrade-Möglichkeiten.