Packer an einem LMU Hypercar sind kleine Distanzstücke, die begrenzen, wie weit die Federung einfedert. Sobald der Dämpfer den Packer erreicht, wird die Federung an diesem Rad schlagartig deutlich härter. In der Praxis ermöglichen Packer weichere Federn und eine niedrige Fahrzeughöhe für mehr Grip. Gleichzeitig verhindern sie, dass der Unterboden auf der Strecke aufsetzt, wenn der Abtrieb auf den Geraden seinen Höchstwert erreicht.
Stell dir einen Packer also als Sicherheitsnetz für deine Bodenfreiheit vor. Dieser Leitfaden erklärt, wie Packer in Le Mans Ultimate funktionieren, wann du ihre Dicke erhöhen oder verringern solltest und wie du erkennst, dass ein Packer dich Rundenzeit kostet.
Wie Packer an einem Hypercar funktionieren
Um Packer richtig einzusetzen, musst du zunächst verstehen, was in der Federung passiert.
Was ein Packer mechanisch bewirkt
An jedem Rad des Autos sitzen eine Feder und ein Dämpfer. Normalerweise übernimmt die Feder die gesamte Federarbeit, wenn sich das Auto auf und ab bewegt. Ein Packer sitzt auf der Kolbenstange des Dämpfers und kommt erst gegen Ende des Federwegs zum Einsatz. In der Garage von LMU findest du ihn bei den Fahrwerkseinstellungen, wo du seine Dicke festlegst.
Einfach erklärt: Das Auto federt ein, bis der Dämpfer den Packer berührt. Ab diesem Punkt wirkt der Packer wie eine sehr harte zusätzliche Feder. Das Auto sinkt nicht weiter ab, der Unterboden bleibt vom Asphalt fern und die aerodynamische Plattform bleibt stabil.

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Warum Hypercars so stark auf Packer angewiesen sind
Ein Hypercar erzeugt einen großen Teil seines Grips über den Unterboden. Dieser arbeitet am besten nahe am Boden, weshalb eine niedrige Fahrzeughöhe erwünscht ist. Der Haken ist die Geschwindigkeit. Mit zunehmendem Tempo steigt der Abtrieb stark an. Am Ende der Mulsanne Straight wird das Auto deshalb deutlich stärker nach unten gedrückt als in einer langsamen Schikane.
Fehlt dem Auto die nötige Abstützung, berührt der Unterboden bei Höchstgeschwindigkeit die Strecke. Das kostet Grip, erhöht den Luftwiderstand und bringt das Auto auf Bodenwellen aus der Ruhe. Unser Leitfaden zum Hypercar Setup in LMU beschreibt drei Möglichkeiten, dieses Aufsetzen zu hören und zu erkennen. Packer sind eines der gezieltesten Mittel dagegen.
Wann solltest du die Packerdicke erhöhen?
Packer lösen ein ganz bestimmtes Problem. Deshalb hilft es, genau zu wissen, wann dieses Problem auftritt.
Klare Anzeichen dafür, dass der Unterboden aufsetzt
Achte kurz vor der Höchstgeschwindigkeit auf ein schleifendes Geräusch. Beobachte auf langen Geraden dein Zeitdelta, denn ein aufsetzendes Auto verliert dort häufig zuerst Zeit. In der Telemetrie fällt die Kurve der Fahrzeughöhe in jeder Runde an denselben Bodenwellen auf null. Wenn du eines dieser Anzeichen bemerkst, braucht das Auto am Ende des Einfederwegs mehr Abstützung.
Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder du verwendest härtere Federn oder du erhöhst die Packerdicke. Beides verhindert das Aufsetzen, verändert das Fahrverhalten aber auf sehr unterschiedliche Weise.

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Packer im Vergleich zu härteren Federn
Härtere Federn machen das Auto überall härter. Das gilt auch für Randsteine, langsame Kurven und wellige Bremszonen, in denen du für mechanischen Grip eigentlich etwas Nachgiebigkeit möchtest. Packer wirken nur ganz am Ende des Einfederwegs. Im normalen Fahrbetrieb bleibt das Auto weich und nachgiebig und wird erst dann hart, wenn die aerodynamische Last extrem hoch wird.
Deshalb kombinieren die meisten schnellen Setups in LMU relativ weiche Federn mit sorgfältig abgestimmten Packern. So behältst du den Grip eines weich abgestimmten Autos und den stabilen Unterboden eines hart abgestimmten.
Wann Packer dich Rundenzeit kosten
Packer sind wirkungsvoll, doch eine schlechte Einstellung führt zu abruptem und unangenehmem Fahrverhalten.
Packerkontakt in schnellen Kurven
Das Problem beginnt, wenn das Auto mitten in einer schnellen Kurve seine Packer erreicht, zum Beispiel in den Porsche Curves. Die Federrate springt schlagartig von weich auf sehr hart. Erreicht die Vorderachse zuerst ihre Packer, geht das Auto abrupt ins Untersteuern über. Erreicht die Hinterachse sie zuerst, bricht das Heck aus und das Auto übersteuert.
Wenn sich die Balance bei hohem Tempo plötzlich verändert, sind die Packer also eine wahrscheinliche Ursache. Unser Leitfaden zur Behebung von Untersteuern und Übersteuern hilft dir, zunächst die anderen üblichen Ursachen auszuschließen.

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Wie du Packerkontakt in der Telemetrie erkennst
Öffne den Kanal für Federweg oder Fahrzeughöhe und sieh dir die schnellen Kurven an. Eine Kurve, die plötzlich waagerecht verläuft, als würde sie an eine Grenze stoßen, zeigt, dass der Dämpfer auf seinem Packer aufliegt. Vergleiche diesen Punkt mit den Kurven für Lenkeingabe und Geschwindigkeit. Fällt die waagerechte Linie mit dem Moment zusammen, in dem sich die Balance verändert, hast du den Verursacher gefunden. Neu in der Datenanalyse? Starte mit unserem Telemetrieleitfaden für Einsteiger.
Eine einfache Vorgehensweise zur Packerabstimmung in LMU
Du brauchst keinen Renningenieur, um Packer einzustellen, sondern nur eine ruhige und reproduzierbare Vorgehensweise.
Beginnen, schrittweise anpassen und prüfen
Beginne mit dem Standardsetup und senke die Fahrzeughöhe auf den Wert, bei dem die Aerodynamik arbeiten soll. Fahre dann mit vollem Tank über die längste Gerade der Strecke, denn ein schweres Auto liegt am tiefsten. Erhöhe die Packerdicke in kleinen Schritten, bis das Aufsetzen verschwindet. Prüfe anschließend erneut die schnellen Kurven, um sicherzustellen, dass das Auto dort seine Packer nicht erreicht. Ändere immer nur eine Achse und notiere jeden Schritt.
Warum dein Rig bei dieser Arbeit wichtig ist
Ein Packerkontakt ist ein kurzer, harter Impuls. Du spürst ihn als kleinen Stoß über das Lenkrad und den Sitz. Bei einem Cockpit, das nachgibt, geht dieses Signal in der Bewegung des Rahmens verloren. Jedes Produkt von SIMGASM wird als Teil eines kompletten Simulators getestet. Unser Gründer Johan Akkerman, Meister der Endurance Series 2023 und 2024, beurteilt ein Rig danach, wie konstant es sich über lange Sessions verhält. Das Pro verwendet ein Hauptprofil mit 40 mal 160 mm und Stahlverstärkungen an kritischen Befestigungspunkten. So bleibt der Rahmen ruhig und du spürst stattdessen das Auto. Sieh dir alle Aluminiumcockpits für Simracing an, um die passende Größe für deinen Raum zu finden.
Fragen zu Packern in LMU
Diese Fragen stellen Simracer am häufigsten zu Packern an einem Hypercar.
Verändern Packer meine statische Fahrzeughöhe?
Nein. Packer heben das Auto im Stand nicht an. Sie begrenzen nur, wie weit die Federung einfedert, sobald das Auto fährt und sich Abtrieb aufbaut.
Sollten die Packer vorne und hinten gleich sein?
Nicht immer. An Vorderachse und Hinterachse unterscheiden sich die Lasten und Federwege, daher ist oft auch eine unterschiedliche Dicke richtig. Passe immer nur eine Achse an und prüfe nach jeder Änderung die Balance in schnellen Kurven.
Kann ich Packer in einer Lobby mit festem Setup ändern?
Nein. Server mit festem Setup sperren die Fahrwerkseinstellungen einschließlich der Packer. Du kannst sie nur in Rennen mit frei einstellbarem Setup und bei privaten Tests anpassen.
Sind Packer auch außerhalb von Le Mans wichtig?
Ja. Jede Strecke mit langen Geraden und hohen Höchstgeschwindigkeiten, etwa Monza oder Spa, setzt das Auto einer hohen aerodynamischen Last aus. Auch wellige Strecken wie Sebring stellen deine Packer auf eine harte Probe.
Möchtest du mehr erfahren? Die Experten von SIMGASM helfen dir gerne weiter.