Hast du in LMU mit jedem Hypercar Probleme durch blockierende Räder? Dieser Leitfaden erklärt fünf mögliche Ursachen und zeigt, wie du jedes Problem behebst.
Batterie-SOC und Rekuperation
Die richtige Bremstechnik ist der wichtigste Faktor, um blockierende Räder zu vermeiden. Doch selbst mit perfekter Technik wirst du die Kontrolle verlieren, wenn du bei einem vollständig geladenen Akku bremst. Deshalb beginnen wir mit diesem Thema.
Die meisten Hypercars verfügen über einen Hybridantrieb. Beim Bremsen gewinnt das System Energie zurück und speist sie in die Batterie ein. Dieser Vorgang wird Rekuperation genannt. Wenn der Ladezustand der Batterie (State of Charge, SOC) 100 % erreicht, angezeigt durch den blauen Balken neben der Ganganzeige, kann die Batterie keine weitere Energie aufnehmen.
In diesem Fall reduziert die Fahrzeugsoftware die Bremsleistung an der Vorder- oder Hinterachse, abhängig vom jeweiligen Fahrzeugmodell, um die Batterie zu schützen. Dadurch entsteht entweder das Gefühl einer angezogenen Handbremse durch blockierende Hinterräder oder der Eindruck, dass das Fahrzeug kaum verzögert, was zu blockierenden Vorderrädern führen kann.

Die Lösung ist einfach: Der SOC sollte niemals 100 % erreichen. Dafür musst du den Batteriestatus aktiv verwalten. Weise die Funktion „Electric Motor Map“ einer Taste an deinem Lenkrad zu. Mit dieser Einstellung steuerst du den Batterieeinsatz und kontrollierst den Ladezustand.
Das Ziel besteht darin, am Ende einer Runde ungefähr denselben SOC-Wert zu haben wie am Anfang der Runde. So verhinderst du, dass die Batterie während des Bremsens vollständig geladen wird.
Beachte, dass ein höherer Batterieeinsatz die Leistung des Fahrzeugs nicht erhöht. Die aktuellen Hypercar-Regeln nutzen das Hybridsystem in erster Linie für eine höhere Effizienz und Reichweite, nicht für mehr Geschwindigkeit.
Bremstechnik
In starken Bremszonen kannst du bei Hypercars kurzzeitig 100 % Bremsdruck nutzen. Was du danach mit dem Bremspedal machst, entscheidet darüber, ob die Räder blockieren oder nicht.
Beginne bei jeder starken Bremsung sofort mit dem Herunterschalten, sobald du auf die Bremse trittst. Warte nicht bis zur Hälfte der Bremszone. Durch das Herunterschalten steigt die Motordrehzahl und damit die Motorbremswirkung. Diese zusätzliche Bremskraft unterstützt die Hinterachse beim Verzögern des Fahrzeugs.
Schalte schnell und gleichmäßig durch die Gänge zurück. Du wirst feststellen, dass dies die Stabilität des Fahrzeugs deutlich verbessert. In dieser Phase muss das Lenkrad absolut gerade stehen. Bereits kleine Lenkbewegungen können zu blockierenden Rädern führen.
Während du bremst und zurückschaltest, solltest du den Bremsdruck gleichmäßig reduzieren. Kommst du beispielsweise vom siebten Gang und schaltest in den zweiten Gang zurück, sollte der Bremsdruck zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als etwa 50 % betragen.
Bevor du in die Kurve einlenkst, solltest du maximal noch etwa 20 % Bremsdruck verwenden. Höhere Werte erhöhen die Gefahr von Blockierungen, sobald du Lenkwinkel hinzufügst.
Deshalb ist es wichtig, auch niedrige Bremsdrücke präzise dosieren zu können. Dies bildet die Grundlage für effektives Trail Braking und hilft dabei, beim Einlenken mehr Grip zu behalten.
Falls du trotz dieser Technik weiterhin Probleme mit blockierenden Rädern hast, solltest du einen größeren Teil der Bremsarbeit in gerader Linie erledigen, bevor du das Bremspedal löst und einlenkst.
Reifentemperatur und Reifendruck
Ein Hypercar-Reifen bei 50 °C bietet deutlich weniger Grip als derselbe Reifen bei 80 °C. Die Hypercars in LMU verfügen nicht über Reifenwärmer wie in der Formel 1.
Das bedeutet, dass du in den ersten zwei bis drei Runden deutlich langsamer fahren musst, bis die Reifen ihre optimale Temperatur und ihren optimalen Druck erreicht haben. Jeder Fahrer muss diese Aufwärmphase durchlaufen. Es gibt keinen Trick, um diesen Prozess zu umgehen.
Geduld ist hier entscheidend. Wenn du kalte Reifen zu stark belastest, beschädigst du ihre Oberfläche. Dadurch liefern sie während des restlichen Stints weniger Grip, selbst wenn sie später ihre optimale Temperatur erreichen.
Bremsbalance
So stellst du die Bremsbalance in Le Mans Ultimate optimal ein:
- Bringe die Reifen zunächst auf Betriebstemperatur.
- Verschiebe die Bremsbalance schrittweise nach hinten, bis das Heck beim Kurveneingang instabil wird.
- Stelle die Bremsbalance anschließend ein oder zwei Klicks wieder nach vorne. Das ist deine Grundeinstellung.
Während eines Rennens verschleißen die Reifen kontinuierlich. Verschleißen die Vorderreifen schneller als die Hinterreifen, solltest du die Bremsbalance im Verlauf des Stints schrittweise weiter nach hinten verlagern.
Verschleißen die Hinterreifen stärker, solltest du die Bremsbalance gegen Ende des Stints schrittweise nach vorne verschieben.
Die meisten Hypercar-Setups funktionieren innerhalb eines relativ kleinen Einstellungsfensters. Änderungen von mehr als drei bis vier Prozent gegenüber deiner Grundeinstellung verursachen meist mehr Probleme als Vorteile. Kleine und schrittweise Anpassungen führen in der Regel zu besseren Ergebnissen.
Die richtige Hardware für jede Bremszone
Fällt es dir schwer, sowohl hohe Bremsdrücke von 80 bis 90 % als auch niedrige Bremsdrücke von 10 bis 20 % präzise zu dosieren? Dann lohnt sich möglicherweise ein Upgrade deines Bremspedals.
Blockierende Räder treten deutlich seltener auf, wenn du exakt spürst, wie viel Kraft du auf das Pedal ausübst. Ein Bremspedal mit passendem Widerstand und optimalem Pedalweg erleichtert präzises und konstantes Bremsen erheblich.
Pedale:
- Einstiegsmodell mit Load Cell: Das MOZA SRP2 bietet eine echte Load-Cell-Bremse zu einem attraktiven Preis. Das Pedal misst die ausgeübte Kraft statt des Pedalwegs, was für konstante Bremspunkte in Hypercars entscheidend ist.
- Mittelklasse mit mehr Einstellmöglichkeiten: Das MOZA CRP2 verfügt über ein zusätzliches Kupplungspedal und bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Pedalgefühl und Widerstand.
- Premium-Load-Cell-Option: Das Simagic P1000-FRS ist ein professionelles Zwei-Pedal-System mit hochpräziser Kraftmessung. Das Bremsgefühl ist fest, progressiv und äußerst kontrollierbar.
- Hydraulisches Bremsgefühl: Das Conspit CPP EVO 3 simuliert hydraulischen Bremsdruck anstelle von Federwiderstand. Dadurch entsteht ein deutlich realistischeres Fahrgefühl.
Sim-Rig: Ein flexibles Rig führt in jeder Bremszone zu schwankenden Bremswerten. In einer technisch anspruchsvollen Klasse wie Hypercar spielt die Steifigkeit des Cockpits deshalb eine wichtige Rolle.
- Hobby: Der SIMGASM Hobby Simulator bietet einen preiswerten Einstieg und sorgt gleichzeitig für ein stabiles Cockpitgefühl mit minimaler Verwindung.
- Club: Der SIMGASM Club Simulator basiert auf einem 80×40-Aluminiumprofil und ist mit nahezu jeder Wheelbase und jedem Pedalsatz kompatibel.
- Sport: Der SIMGASM Sport Simulator ist länger, breiter und verfügt über eine verstärkte Lenkradhalterung sowie integrierte Kabelkanäle.
- Pro: Der SIMGASM Pro Simulator ist das Spitzenmodell mit einem 160×40-Profil und wurde für höchste Belastungen, Motion-Systeme und maximale Steifigkeit entwickelt.
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